Davon entfallen 3,4 MWp auf die Freiflächen-Photovoltaikanlage Siebeneick sowie weitere 3,4 MWp auf Kundenanlagen. „Die neuen Anlagen leisten einen spürbaren Beitrag zur nachhaltigen Stromerzeugung direkt vor Ort und stärken die regionale Energieversorgung“, so die WSW.
Insgesamt wurden demnach im Stadtgebiet 2025 18,05 MWp Photovoltaikleistung installiert. Damit steigt die aktive installierte Leistung in Wuppertal auf 92,16 MWp. Gleichzeitig zeige sich seit 2023 eine zunehmende Sättigung im jährlichen Zubau: „Ohne den gezielten Ausbau von durch die WSW betriebenen Anlagen wäre die neu installierte Leistung im Vergleich zu 2023 nahezu halbiert worden. Die Rolle kommunaler Akteure gewinnt damit weiter an Bedeutung für die Energiewende.“
Vorzeigeprojekte auf Dächern und Freiflächen
Zu den herausragenden Projekten des Jahres zählen unter anderem die Photovoltaikanlage auf der Bundesbahndirektion mit einer Leistung von rund 200 kWp sowie die Anlage auf der AWG-Bodenrecyclinganlage, die als erste Anlage im Stadtgebiet die Schwelle von 1 MWp überschreitet. „Beide Projekte zeigen exemplarisch, wie sowohl innerstädtische Dächer als auch industrielle Standorte erfolgreich für die Solarstromerzeugung genutzt werden können“, erklären die Stadtwerke.
Partnerschaften als Erfolgsfaktor
Ein zentraler Faktor im Jahr 2025 sei „die enge Zusammenarbeit mit starken lokalen Partnern“ gewesen: „Besonders hervorzuheben ist die Kooperation mit dem Gebäudemanagement Wuppertal (GMW). Bereits realisiert wurden Photovoltaikanlagen am Stadion sowie an der Bundesbahndirektion. Weitere Projekte auf städtischen Gebäuden befinden sich in Planung und sollen künftig verstärkt über Dachpacht- und Power-Purchase-Agreement-Modelle (PPA) umgesetzt werden.“
Quartierslösungen als nächster Entwicklungsschritt
Einen wichtigen Meilenstein habe zudem die erste erfolgreiche Umsetzung der Quartierslösung „Tal.Quartier Photovoltaik“ bedeutet: „Am Standort Alte Dorfstraße profitieren inzwischen 70 Nutzerinnen und Nutzer von einer gemeinschaftlichen Photovoltaikversorgung. Das Projekt zeigt, wie Solarenergie über einzelne Gebäude hinaus gedacht und in ganzheitliche Versorgungskonzepte integriert werden kann. Weitere Quartiersprojekte sind bereits in Vorbereitung.“
Neue Modelle und integrierte Energiesysteme
2026 sollen insbesondere neue Geschäfts- und Betriebsmodelle im Fokus stehen: „Ein zentraler Schwerpunkt liegt auf Pachtmodellen für Dach-Anlagen, sowohl im Rahmen von Tal.Quartier Photovoltaik für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft als auch im Onsite-PPA-Modell für Gewerbekunden und größere Liegenschaften. Im Einfamilienhaus lassen sich Photovoltaikanlagen, Wärmepumpen und Ladeinfrastruktur vergleichsweise unkompliziert umsetzen. In Mehrfamilienhäusern hingegen ist die Integration deutlich komplexer und erfordert intelligente, gemeinschaftliche Lösungen, damit alle Bewohnerinnen und Bewohner partizipativ die Energiewende mitgestalten können. Insbesondere in dicht bebauten städtischen Bereich wie in Wuppertal hängt der Erfolg der Energiewende maßgeblich davon ab, Ideen für Quartiere und Wohngebäuden zu entwickeln.“
Darüber hinaus rücke „die ganzheitliche Betrachtung der Energieversorgung“ weiter in den Mittelpunkt: „Photovoltaikanlagen sollen künftig verstärkt mit großen Batteriespeichern (BESS – Battery Energy Storage Systems) kombiniert werden. Ziel ist es, Eigenverbrauchsquoten zu erhöhen, Stromnetze zu entlasten und zusätzliche Flexibilitäten zu erschließen. Erste Pilotprojekte mit Großenergiespeichern befinden sich bei den WSW bereits in der konkreten Planung.“
Man setze auch 2026 „konsequent auf integrierte, zukunftsfähige Energielösungen – von der lokalen Stromerzeugung über intelligente Speichertechnologien bis hin zu neuen Versorgungsmodellen für Quartiere und Gewerbe“, kündigen die WSW an.