Hintergrund ist die laufende Tarifrunde. ver.di geht davon aus, „dass der Nahverkehr (Busse und Straßenbahnen) in vielen Regionen zum Erliegen kommt. S-Bahnen sowie Regionalzüge sind nicht betroffen.”
In NRW fordern die Beschäftigten einen „deutlichen Fokus auf Entlastung durch mehr Zeit”. Dazu gehört, „die wöchentliche Arbeitszeit ist bei vollem Lohnausgleich zu kürzen”,„die Ruhezeit zwischen zwei Schichten beträgt mindestens elf Stunden”, „der Zuschlag für Arbeit am Sonntag beträgt mindestens 40 Prozent” und „der Freistellungsumfang für Gewerkschaftsarbeit wird auf acht Tage erhöht”.
Außerdem soll der Geltungsbereich „auf kurzfristig Beschäftigte/Minijobs ausgeweitet” werden und die Laufzeit 24 Monate betragen, „verhandelt wird der Manteltarifvertrag”.
„Die Beschäftigten arbeiten täglich am Limit für einen guten und zuverlässigen ÖPNV. Doch die dauerhafte Überlastung ist für viele der Beschäftigten nicht mehr zu stemmen“, sagt Stephanie Peifer (Bezirksgeschäftsführerin des ver.di-Bezirks Düssel-Rhein-Wupper). „Es braucht nun echte Entlastung – für die, die täglich alles geben, aber auch um die Berufe im ÖPNV zukunftsfest und attraktiv aufzustellen.“
„Die Belastung im ÖPNV ist in NRW seit Jahren extrem hoch. Schichtdienste, Zeitdruck und Personalmangel treiben viele an ihre Grenzen“, so Heinz Rech (Verhandlungsführer von ver.di in NRW). „Statt Verbesserungen zuzulassen, blockieren die Arbeitgeber. Das werden die Beschäftigten nicht hinnehmen. Sie sind bereit, für bessere Bedingungen zu kämpfen. Der Streik ist ein klares Signal an die Arbeitgeber, endlich Bewegung zu zeigen.“