„Fast jeder zweite Präsenztermin dient dann dem Wechsel auf das neue, fälschungssichere Dokument, da die Pflicht zum Umtausch jahrgangsweise geregelt ist“, heißt es aus dem Rathaus. Man wolle diese „statistische Spitze“ abfedern. Die Informationen zu konkreten Terminen, Anliegen und Buchungsmöglichkeiten will die Stadt vor dem Start der Aktion veröffentlicht.
Mit dem Modell will die Stadt an die Erfahrungen aus dem Einwohnermeldeamt anknüpfen. Dort waren im Frühjahr an fünf Samstagen zusätzliche Termine angeboten worden, um den erhöhten Bedarf vor den Ferien gezielt abzufedern. „Die Resonanz war sehr hoch: Der letzte Service-Samstag endete mit einer Rekordbilanz von 504 bearbeiteten Anträgen; im Durchschnitt konnten in den Sonderterminen rund 420 Dokumente pro Samstag bearbeitet werden“, so die Verwaltung.
Da eine generelle Ausweitung der bestehenden Öffnungszeiten personell und finanziell nicht möglich sei, „soll es auch bei den Service-Samstagen im Straßenverkehrsamt darum gehen, auf eine Phase mit besonders hoher Auslastung befristet mit einem zusätzlichen Terminangebot zu reagieren“.
Die Stadt weist gleichzeitig erneut darauf hin, dass etliche Anliegen an das Straßenverkehrsamt auch online erledigt werden können: „Dazu zählen neben dem Führerscheinumtausch etwa auch die Neuzulassung, die Umschreibung und alle Varianten der Wiederzulassung von Fahrzeugen. Das Terminportal des Straßenverkehrsamtes auf der Homepage der Stadt gibt hierzu umfassend Auskunft.
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff: „Unter Ziel ist ein verlässlicher, gut erreichbarer Bürgerservice. Dazu gehören zusätzliche Angebote in Zeiten hoher Nachfrage ebenso wie die konsequente Weiterentwicklung digitaler Verfahren. Die Online-Angebote zu nutzen, spart nicht nur Zeit und Wege, es hilft auch denjenigen, die auf Präsenztermine angewiesen sind.“
Sandra Zeh, die als Dezernentin auch für das Bürgeramt zuständig ist: „Wir wollen den Bürgerservice im Straßenverkehrsamt dort gezielt stärken, wo wir mit zusätzlichen Angeboten einen echten Unterschied machen können. Die Erfahrungen aus dem Einwohnermeldeamt haben gezeigt, dass zeitlich begrenzte Sondertermine für viele Bürgerinnen und Bürger eine spürbare Entlastung bringen können. Genau diesen pragmatischen Ansatz werden wir nun auch für das Straßenverkehrsamt umsetzen.“