Welttag der Buches Leseförderung als zentrale Aufgabe der Stadtbibliothek

Wuppertal · Die Wuppertaler Stadtbibliothek macht zum Welttag des Buchs am Donnerstag (23. April 2026) auf die hohe Relevanz (früh-)kindlicher außerschulischer Leseförderung aufmerksam.

Bibliothekshund Buddie ist als sogenannter Lesehund in der Stadtteilbibliothek Cronenberg im Einsatz. Er schafft eine entspannte Atmosphäre, die es Kindern erleichtert, Nervösität beim lauten Vorlesen abzubauen.

Foto: Medienzentrum Stadt Wuppertal/Stefanie vom Stein

„Leseförderung ist eine Kernaufgabe für uns als Stadtbibliothek, weil wir damit Kindern beim Einstieg in ihre persönliche Bildungsbiografie und zur gesellschaftlichen Teilhabe helfen“, betont Karin Röhrich (Direktorin der Stadtbibliothek). „Lesen gehört auch im Zeitalter von Internet, Social Media und Digitalität nach wie vor zu einer der wichtigsten Kulturtechniken der Menschheit. In der Bibliothek liegt der Schwerpunkt der Leseförderung darauf, die Lesefreude zu wecken. Wir möchten Kinder früh für das Lesen und für Geschichten begeistern, ihre Fantasie anregen und damit ihre persönliche Entwicklung stärken.“

Die IGLU-Studie von 2023 hatte gezeigt, dass die Lesekompetenz von Grundschulkindern in den vergangenen Jahren deutlich zurückgegangen ist. Umso entscheidender sei es, bei Kindern früh das Interesse für Bücher und das Lesen zu wecken.

„Leseförderung beginnt im allerfrühesten Alter. Mit dem Programm ,Bücherbabys‘ richtet sich die Stadtbibliothek an die jüngsten Kinder bis drei Jahre und ihre Eltern oder Großeltern als Begleitung. Dabei wird vorgelesen, dazu gibt es andere gewinnende kleine Aktionen wie Fingerspiele und Lieder. So entsteht ein spielerischer Zugang, der die Sprachentwicklung unterstützt und erste positive Erfahrungen mit Büchern ermöglicht“, erklärt die Verwaltung.

Regelmäßige Vorlesestunden für Kinder ab vier Jahren an allen zehn Standorten bilden einen wichtigen Baustein. Häufig auch unterstützt durch den Einsatz von engagierten Ehrenamtlichen entstehen beim Vorlesen erste Zugänge zur Welt der Bücher. Großer Beliebtheit erfreut sich das sogenannte Bilderbuchkino, bei dem Illustrationen auf eine Leinwand projiziert werden und so die vorgelesenen Geschichten besonders anschaulich werden.

In der Kinderbibliothek gibt es zudem das „Kamishibai-Erzähltheater“ zum Ausleihen. Dieses Erzähltheater hat seinen Ursprung in Japan und trägt ebenso wie Bilderbücher dazu bei, den kindlichen Wortschatz zu erweitern.

Ein besonderes Angebot bildet zudem Bibliothekshund Buddie in der Stadtteilbibliothek Cronenberg. Als ausgebildeter Therapiehund und sogenannter Lesehund begleitet er Grundschulkinder beim Vorlesen. „Die Anwesenheit von einem zutraulichen Hund schafft eine entspannte Atmosphäre, die es gerade unsicheren Kindern erleichtert, Nervosität und Blockaden beim lauten Vorlesen abzubauen und Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten zu entwickeln“, heißt es aus dem Rathaus.

Die Stadtbibliothek versteht sich nach eigenen Angaben „als verlässlicher Kooperationspartner von Kindergärten und Schulen. Kitagruppen und Grundschulklassen besuchen regelmäßig vormittags die Bibliotheksstandorte und bekommen vom Bibliotheksteam altersentsprechende Angebote. Auch mit anderen Ressorts der Stadt und anderen außerschulischen Einrichtungen arbeitet die Bibliothek eng zusammen, unter anderem, um auch mehrsprachiges Lesen zu fördern.“

Auch für das Lesen und Lernen zu Hause ist gesorgt. Zahlreiche analoge und digitale Medien gibt es zum Ausleihen und eine Reihe an entsprechenden digitalen Angeboten der Stadtbibliothek sowie Lern- und Lese-Apps lassen sich kostenfrei zu Hause nutzen. In der Kinderbibliothek gibt es zudem eine große Auswahl an Kinderbüchern in verschiedenen Sprachen.