Dass die Tour, die etwa 75 Minuten dauert, im Retro-Zug, der à la GTW 72 gestaltet ist, stattfindet, versteht sich von selbst. Das Wagen-Design, dessen Farbgebung die 70er- und 80er Jahre ideal verkörpert, passt optimal. Und Johannes Schlottner vom Wuppertal-Touristik-Team ließ die Premierfahrt zu einer wahren Zeitreise entlang der Wupper und über die Landstrecke in Sonnborn und Vohwinkel werden.
Da geht es am Zoo-Stadion um die großen Zeiten des WSV, die heute unvorstellbare Bauleistung zur Herstellung des Sonnborner Kreuzes, das den West-Stadtteil zerschnitt, den Start der Bergischen Universität, die man kurz vor dem Robert-Daum-Platz die Tannenbergstraße hinaufblickend auf ihrem Hügel thronen sehen kann – und vieles, vieles, vieles mehr.
Für Gäste von außerhalb ist diese Fahrt natürlich ganz automatisch interessant – aber für „eingeborene“ Wuppertaler ganz genauso. Denn es ist halt einfach etwas Besonderes, die Stadt von oben zu sehen: Die Blicke auf Rückfassaden, Hinterhöfe oder in Straßenzüge hinein sind nirgendwo so möglich wie aus etwa acht Metern Schwebebahn-Schwebehöhe. Dabei sitzt man im Rahmen einer solchen Stadtführung entspannt – mit viel Platz und ungestörter Rundumsicht.
Eine starke Idee übrigens ist die kleine Papiertüte mit einer Handvoll typischer 70er/80er-Jahre-Süßigkeiten, die es passend zur Tour geschenkt gibt: Leckmuscheln, „Fritt“-Streifen, Süßigkeiten-Armbänder, ein Lutsch-Lippenstift – das alles gibt es immer noch. Man glaubt es kaum!