„Das Angebot schließt eine bestehende Lücke, da auf dem Markt befindliche Symbole in der Regel urheberrechtlich geschützt, kostenpflichtig oder gestalterisch nicht anpassbar sind. Zudem fehlt ihnen oft der inklusive Ansatz bei der Entstehung. Die neuen Piktogramme wurden deshalb direkt mit der Zielgruppe erarbeitet“, so die Verwaltung.
Die rechtliche Grundlage dieser Initiative bilden die Artikel 9 und 21 der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) in Verbindung mit § 7 Behindertengleichstellungsgesetz (BGG). Die gesetzlichen Vorgaben verpflichten dazu, Barrierefreiheit nicht bloß umzusetzen, sie muss zwingend auch transparent ausgewiesen werden.
„Echte Teilhabe gelingt nur, wenn wir auch die passenden Werkzeuge dafür bereitstellen“, so Annette Berg (Dezernentin für Soziales, Jugend, Schule und Integration der Stadt Wuppertal). „Mit den neuen Icons schaffen wir eine transparente, für alle kostenfreie Lösung, die Informationsbarrieren abbaut. Indem wir die Symbole direkt mit Menschen mit Behinderungen entwickelt haben, setzen wir echte inklusive Strukturen in unserer Stadt praktisch um. Unser Ziel ist es, dass jede Wuppertalerin und jeder Wuppertaler unkompliziert am öffentlichen Leben teilnehmen kann.“
Die kostenfreie Bereitstellung ermöglicht es auch Initiativen mit geringem Budget, ihre Angebote transparent und barrierefrei auszuweisen. Um sicherzustellen, dass die Symbole korrekt eingesetzt werden, stellt das Inklusionsbüro den Akteurinnen und Akteuren eine begleitende Checkliste zur Verfügung. Diese prüft die wesentlichen Kriterien für eine barrierefreie Durchführung von Veranstaltungen und hilft den Veranstalterinnen und Veranstaltern bei der richtigen Anwendung.
Darüber hinaus unterstützt das Inklusionsbüro bei der Umsetzung. „Es bietet fortlaufend Beratung an und sensibilisiert für den verantwortungsvollen Einsatz der neuen Kennzeichnungen“, heißt es. Die Icons und die dazugehörige Checkliste gibt es auf der Website des Inklusionsbüros.