Neustart des Freibads Mählersbeck 1.300 Quadratmeter Wasserfläche für bis zu 3.000 Gäste

Wuppertal · Das Freibad Mählersbeck öffnet am Montag (4. Mai 2026) nach jahrelanger Sanierung seine Tore für alle Badegäste. Die Infos vor dem Neustart.

Es geht wieder los in der Mählersbeck.

Foto: Wuppertaler Rundschau/Tomas Cabanis

Die einzige städtische Anlage bietet nun modernste Technik und vielfältige Sportmöglichkeiten auf einem neu gestalteten Gelände für bis zu 3.000 Besucherinnen und Besucher täglich. Sie erwartet eine Wasserfläche von insgesamt 1.300 Quadratmetern.

Die Gesamtkosten belaufen sich auf insgesamt 22,4 Millionen Euro. Der Bund unterstützt das Projekt mit einer Förderung von vier Millionen Euro netto aus dem Programm zur Sanierung kommunaler Einrichtungen. Den Großteil finanziert die Stadt Wuppertal über Kredite. (Bilder)

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Das neue Freibad Mählersbeck

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Foto: Wuppertaler Rundschau/Tomas Cabanis

Das Freibad hat ein komplett neues Erscheinungsbild. Lediglich die Felsenrutsche ist wegen einer Vergabebeschwerde nicht pünktlich zur Eröffnung fertig geworden. Die von der Bezirksvertretung Oberbarmen und der Wuppertaler Firma Coroplast gesponserte Wellenrutsche steht im Erlebnisbecken zur Verfügung.

Für die ganz Kleinen gibt es einen Wasserspielplatz, auf dem sie bei hoher Sonneneinstrahlung großflächig durch Sonnenschirme geschützt werden können. Im angrenzenden Gastronomiebereich gibt es unter anderem die obligatorischen Pommes.

Der neue Spielplatz mit hochwertigen Holzspielgeräten, Teqball-Platte, Calisthenics-Turm und Kletterfelsen stehen auch außerhalb der Freibadsaison zur Verfügung. Auch die von dem Wuppertaler Künstler Jonas Hohnke entworfene zweiteilige Skulptur „Sun Light Screens“ ist demnächst ganzjährig im Freibad zu bewundern.

Der Weg dorthin war allerdings steinig. Nachdem mit den Abbrucharbeiten das Baufeld vorbereitet wurde, starteten im Mai 2023 die Rohbau- und Tiefbauarbeiten. Dabei stießen die Fachleute nicht nur auf unerwartete Herausforderungen im Baugrund, sondern mussten viel Hürden genommen werden (die Rundschau berichtete).

„Ein solches Großprojekt unter den Bedingungen der letzten Jahre zu stemmen, hat uns alles abverlangt. Wir mussten nicht nur mit schwierigen Bodenverhältnissen kämpfen, sondern auch die massiven Marktveränderungen durch die Pandemie und globale Krisen auffangen“, so Mirja Montag (Leiterin des Wuppertaler Gebäudemanagements). „Dass wir jetzt ein technisch hochmodernes, klimafreundliches Bad übergeben, erfüllt mich mit Stolz auf die Leistung meines gesamten Teams, das hier echte Pionierarbeit im Bereich der nachhaltigen Sanierung geleistet hat.“

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff: „Die neue ‚Mäh‘ ist ein echtes Herzensprojekt für unsere Stadt. Mit diesem modernen Bad geben wir den Menschen vor allem im Wuppertaler Osten ein Stück Lebensqualität zurück und schaffen einen Ort, an dem Familien bezahlbare Erholung direkt vor der Haustür finden. Trotz aller Hürden während der Bauzeit steht hier nun ein Schmuckstück, das zeigt: Wuppertal investiert entschlossen in seine soziale Infrastruktur und in die Zukunft unserer Kinder.“

Frauke Frank (Leiterin der Bäderabteilung im Sport- und Bäderamt): „Mit der Wiedereröffnung schließt sich eine schmerzliche Lücke in unserer Wuppertaler Bäderlandschaft. Als unser einziges verbliebenes städtisches Freibad übernimmt es eine zentrale Rolle für den Vereinssport, das Schulschwimmen und natürlich für alle Freizeitaktiven. Wir stärken damit die sportliche Attraktivität unserer Stadt massiv und bieten endlich wieder die nötigen Wasserflächen für ein breites Sportangebot unter freiem Himmel.“

Auch die Stadtbibliothek begleitet den Start des Badebetriebs am Montagnachmittag. Ab 15 Uhr steht das Lastenrad der Bibliothek, das sogenannte „BibBike“, am Freibad Mählersbeck bereit. Es ist gefüllt mit einer Auswahl an Büchern und Spielen für Kinder, auch Lesestoff für Erwachsene ist dabei – ein offenes Angebot zum Stöbern und Mitmachen für alle.