„Das ein entscheidender Schritt auf dem Weg von der Vision zur Umsetzung“, unterstrich Scherff die Dimension des Vertrages, der das Berliner Unternehmen mit der landschaftsarchitektonischen Gestaltung der dauerhaft bleibenden Flächen aller drei BUGA-Kernareale beauftragt. Dabei müssen sich die Berliner innerhalb einer von der Stadt gedeckelten Baukostenobergrenze von 33 Millionen Euro bewegen.
Für „relais“-Geschäftsführer Gero Heck ist die Unterschrift mehr als ein formaler Akt: „Das ist für uns der Beginn einer gemeinsamen Aufgabe, auf die wir uns sehr freuen. Wuppertal bietet mit seiner einzigartigen Topografie und seiner industriellen Geschichte eine faszinierende Bühne für eine moderne Bundesgartenschau. Unser Ziel ist es, diese Identität aufzugreifen und Räume zu schaffen, die ästhetisch anspruchsvoll, ökologisch wertvoll und klimaresistent sind.“ Und sie sollen langfristig Bestand haben: „Es geht nicht nur um eine Kulisse für 2031, sondern um Flächen, die die Stadt auch danach für zehn oder 20 Jahre prägen“.
„Perfekte Ausgangslage, eingespieltes Team“
Dieser großen Aufgabe widmet er sich mit einer überschaubaren Crew: „In Berlin sind wir acht bis zehn Leute, verstärken uns dann aber projektweise. Wir sind da eher Schnellboot als Tanker. An der BUGA 2031 werden bis zu 20 Leute unter unserer Regie arbeiten.“ Großes Plus aus seiner Sicht: „Die Ausgangslage ist für uns perfekt, weil wir sie mit einem eingespielten Team angehen, das gerade die jetzt laufende Landesgartenschau in Ellwangen geplant hat.“ Nach den Landesgartenschauen in Überlingen und Burg in Sachsen-Anhalt war das bereits der dritte Gartenschau-Auftrag für „relais“.
In Wuppertal sieht Heck die Zeitschiene bis zur Eröffnung als Herausforderung: „Fünf Jahre scheinen lang, aber dann soll ja auch alles fertig sein. Ab Ende 2027 sollten die Bagger rollen.“ Apropos Herausforderung: Die stellt für ihn planerischer Sicht vor allem das Kernareal Tesche dar: „Das Gelände ist im positiven Sinne wie eine Achterbahn. Das barrierefrei zu gestalten, zu erschließen und die Topographie erlebbar zu machen hat einen großen Reiz.“
Aus Sicht der Stadt hat „relais“ mit dem Siegerentwurf im freiraumplanerischen Wettbewerb vorgeführt, dass es diese Aufgabe lösen wird.„Das Büro hat bewiesen, dass es die topografischen Besonderheiten unserer Stadt perfekt in grüne, urbane Lebensräume übersetzen kann. Nun gilt es, diese Ideen baureif auszuarbeiten, Gutachten zu vertiefen und die Genehmigungsverfahren vorzubereiten“, beschreibt Wuppertals BUGA-Geschäftsführerin Susanne Brambora-Schulz die nächsten Projekt-Schritte.
Planer wollen Input der Bevölkerung
Die sollen gemeinsam mit der Bevölkerung gegangen werden: „Es gibt fünf Stellen, in denen wir als Planer uns darauf freuen, Input von der Bevölkerung zu bekommen“, so Gero Heck. Dazu werden jeweils entsprechende Bürgerbeteiligungs-Formate durchgeführt, beispielsweise im Hinblick auf die Angebote, die im Sportpark auf der Wassack-Deponie geschaffen werden sollen. Heck ist jedenfalls überzeugt: „Das wird in den nächsten Monaten eine sehr intensive Planungsphase zusammen mit der BUGA-Gesellschaft und der Bevölkerung.