Das NRW-Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales hatte zuvor angekündigt, den Härtefallfonds „Alle Kinder essen mit“ auch in den Schuljahren 2026/2027 und 2027/2028 mit jährlich einer Million Euro fortzuführen. Der Fonds unterstützt Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien bei der Finanzierung des Mittagessens in Kitas und Schulen.
„Es ist richtig, dass der Härtefallfonds fortgeführt wird. Gleichzeitig zeigt seine erneute Verlängerung aber auch, dass noch immer viel zu viele Familien auf Sonderregelungen angewiesen sind, damit ihre Kinder in der Kita oder Schule ein warmes Mittagessen erhalten. Kein Kind in Wuppertal oder Nordrhein-Westfalen darf mit leerem Magen lernen müssen, weil das Geld zu Hause nicht reicht“, so Engin.
Die schulpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion: „Gerade in einer Stadt wie Wuppertal, in der viele Familien mit steigenden Lebenshaltungskosten zu kämpfen haben, brauchen wir verlässliche und unbürokratische Unterstützung. Aktuelle Zahlen der Bertelsmann Stiftung zeigen jedoch, dass mehr als 60 Prozent der anspruchsberechtigten Kinder in Nordrhein-Westfalen keinen Zuschuss zum Mittagessen über das Bildungs- und Teilhabepaket erhalten.“
Bei Jugendlichen zwischen 15 und 17 Jahren „profitieren sogar nur 17 Prozent von der Leistung. Das macht deutlich: Das Problem sind nicht fehlende Ansprüche, sondern ein Fördersystem, das viele Familien gar nicht erreicht.“
Die Landesregierung müsse „endlich dafür sorgen, dass Unterstützung dort ankommt, wo sie gebraucht wird. Leistungen für Kinder und Jugendliche müssen einfacher zugänglich sein und möglichst automatisch gewährt werden.“
Ein kostenfreies Mittagessen für alle Kinder in Kitas und Schulen „wäre sozial gerecht, würde Familien spürbar entlasten und den bürokratischen Aufwand erheblich reduzieren. Jedes Kind verdient täglich eine gesunde Mahlzeit, unabhängig vom Einkommen der Eltern und ohne komplizierte Antragsverfahren.“