Ein Ehepaar war am 17. Juli durch Unbekannte, die vorgaben, Bankmitarbeiter und Polizisten zu sein, um einen fünfstelligen Euro-Betrag betrogen worden. „Neben der telefonischen Kontaktaufnahme kommunizierten die Betrüger über einen Messenger-Dienst. Die Senioren übergaben einem falschen Polizeibeamten das Geld an ihrer Wohnanschrift“, heißt es aus dem Präsidium.
In den folgenden Tagen wurde die 76 Jahre alte Frau und der 78 Jahre alte Mann mehrfach telefonisch und per Textnachrichten zu weiteren Zahlungen aufgefordert. Da sie in der Zwischenzeit den Betrug bemerkt und die Polizei informiert hatten, wurde am 21. Juli gegen 16:40 Uhr im Rahmen einer weiteren geplanten Übergabe ein Mann aus Moldau festgenommen. Der 20-Jährige wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Richter vorgeführt, der antragsgemäß Untersuchungshaft anordnete.
Nach bisherigen Erkenntnissen handelt es sich bei ihm allerdings nicht um den Mann, der am 17. Juli das Geld an der Tür entgegengenommen hatte. Dieser wird als etwa 30 Jahre alt und 1,70 Meter groß beschrieben. Er hat eine stämmige Statur und trug zur Tatzeit dunkle Locken, ein schwarzes Hemd, eine schwarze Hose, dunkle Schuhe und sprach akzentfreies Deutsch.
Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber, die sachdienliche Hinweise zur Tat oder zum Täter machen können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 0202 / 284-0 bei der Polizei zu melden.