Nach Angaben der Polizei war dort ein Ehepaar am Dienstag (18. August 2026) gegen 10:30 Uhr von ihrer vermeintlichen Tochter angerufen worden. Die Betrügerin gaukelte den beiden Senioren vor, dass sie im Krankenhaus liege und Geld für eine medizinische Behandlung benötige. Da der 85-Jährige glaubte, wirklich mit seiner Tochter zu sprechen, suchte er umgehend seine Bank auf und ließ sich dort Goldbarren aushändigen.
Einige Zeit später wurde er in einem weiteren Telefonat aufgefordert, in ein Wuppertaler Krankenhaus zu kommen, um ein Formular für die angebliche medizinische Behandlung zu unterschreiben. Das war aber nur ein Ablenkungsmanöver: Während der Mann unterwegs war, riefen die Kriminellen erneut auf dem Festnetz an. (Bilder)
Kampagne gegen Telefonbetrug
Dabei drängten sie nun die 83 Jahre alte Ehefrau, einem Mann das Gold auszuhändigen. Der Komplize erschien zwischen 12:30 Uhr und 14:30 Uhr an der Wohnanschrift und erbeutete einen Teil des Goldes. Der Gesuchte ist laut Beschreibung „circa 170 Zentimeter groß, hat eine untersetzte Figur, sah ungepflegt aus und trug dunkle Kleidung“.
Damit allerdings nicht genug. In einem weiteren Telefonat wurde die Frau aufgefordert, zusätzliche Goldbarren in die Nähe eines Krankenhauses in Dortmund zu bringen. Sie folgte den Anweisungen und händigte die Goldbarren aus.
Die Polizei bittet Hinweisgeberinnen und Hinweisgeber, die Angaben zu den Tätern machen können, sich unter der Telefonnummer 0202 / 284-0 zu melden. Gleichzeitig weist sie erneut auf die Präventionskampagne „Gut aufgelegt! Telefonbetrug kann jeden treffen“ hin. Einige der Tipps:
● Tief durchatmen, auch wenn die Geschichte noch so dramatisch klingt.
● Legen Sie beim geringsten Zweifel auf! Rufen Sie selbst die Polizei unter der 110 an!
● Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen und seien Sie misstrauisch, wenn Sie von einem unbekannten Anrufer mit einem beunruhigenden Sachverhalt und finanziellen Forderungen konfrontiert werden.
● Sprechen Sie nicht mit Betrügern - sondern mit Ihren Angehörigen: Fragen Sie bei Ihren richtigen Angehörigen persönlich nach oder ziehen Sie eine Vertrauensperson hinzu.
● Geben Sie am Telefon niemals Auskunft über Ihre persönlichen und finanziellen Verhältnisse.