„Gerade im Privathaushalt sind viele Frauen nur wenige Stunden pro Woche als Haushaltshilfen oder Reinigungskräfte tätig. Für diese Beschäftigungsverhältnisse braucht es einfache, unbürokratische und praxistaugliche Lösungen“, heißt es zur Begründung.
Die Vorsitzende Ellen Kineke: „Gerade im Bereich der haushaltsnahen Dienstleistungen ist Schwarzarbeit nach wie vor ein erhebliches Problem. Minijobs wurden eingeführt, um legale Beschäftigung zu fördern. Wer Minijobs abschafft, schafft die Arbeit nicht ab. Er drängt sie zurück in die Schwarzarbeit, anstatt Menschen aus der Schwarzarbeit in legale Beschäftigung zu holen.“
Bereits heute sei die Anmeldung einer Haushaltshilfe über die Minijob-Zentrale für viele private Haushalte mit bürokratischem Aufwand verbunden: „Eine vollständige Lohnabrechnung mit allen sozialversicherungsrechtlichen Pflichten werden die meisten Familien für wenige Wochenstunden weder leisten können noch leisten wollen.“
Statt legale Beschäftigung zu erschweren, sollte die Politik „das Haushaltsscheckverfahren weiter vereinfachen und die Anmeldung von Beschäftigten im Privathaushalt noch unbürokratischer gestalten. Nur wenn legale Beschäftigung einfach, digital und praxistauglich organisiert werden kann, werden mehr Menschen den Weg aus der Schwarzarbeit in eine ordnungsgemäße Beschäftigung wählen.“
Kineke: „Wer Schwarzarbeit wirksam bekämpfen will, muss legale Beschäftigung einfacher machen – nicht komplizierter. Die Politik sollte das bewährte Haushaltsscheckverfahren weiter vereinfachen, statt Minijobs abzuschaffen. Deshalb sagen wir klar: Minijobs im Privathaushalt erhalten und Bürokratie abbauen, statt neue Hürden aufzubauen.“