Besonders problematisch sei die Situation für Kinder und Jugendliche. Weil Busverbindungen wegfallen oder nur eingeschränkt genutzt werden können, seien viele Eltern auf zusätzliche Fahrten angewiesen. Teilweise würden Fahrgemeinschaften gebildet, um Schülerinnen und Schüler überhaupt nach Hause zu bringen. Auch für ältere Menschen sei die Lage schwierig. Nach Angaben der Anwohnerin müsse eine Nachbarin inzwischen regelmäßig ein Taxi nutzen, um ihre Einkäufe in Wülfrath zu erledigen.
Hinzu kommen lange Wartezeiten und Staus. Für eine Fahrt von der Düsseler Höhe nach Vohwinkel habe sie zuletzt fast eine Stunde benötigt. „Wir fühlen uns im Stich gelassen“, beschreibt sie die Stimmung vieler Bewohner in der Siedlung.
Als mögliche Entlastung schlägt die Anwohnerin vor, die Buslinie 621 über das Wiedener Kreuz hinaus weiterfahren zu lassen. Dadurch könnten zumindest Menschen ohne Auto sowie ältere Bürger leichter ihre Ziele erreichen. Darüber hinaus spricht sie sich für eine andere Ampellösung aus, um den Verkehr besser zu regeln – und die Situation auf den Umleitungsstrecken zu entspannen.
Von den Auswirkungen betroffen sind nach ihrer Darstellung auch Landwirte, die während der Erntezeit längere Umwege in Kauf nehmen müssten. Zudem bereite die Verkehrssituation Familien Sorgen, deren Kinder die Grundschule Radenberg oder weiterführende Schulen in Vohwinkel besuchen.
Nach ihren Angaben versuchen manche Anwohner inzwischen, über kleinere Nebenstraßen und Anliegerwege Zeit zu sparen. Dort werde jedoch verstärkt kontrolliert. Die Anwohnerin würde sich deshalb wünschen, dass Behörden und Polizei während der Bauarbeiten mehr Augenmaß walten ließen.
Gleichzeitig wachse bei vielen Bewohnern spürbar die Frustration über die zusätzlichen Belastungen durch die Sperrung.