Weiter Staus trotz Ampelanlage Wiedener Kreuz: Grüne wollen Landwirtschaft helfen

Wuppertal · Die Wuppertaler Grünen mahnen mit Blick auf die Verkehrsprobleme am Wiedener Kreuz dazu, die lokale Landwirtschaft nicht aus den Augen zu verlieren.

Symbolbild.

Foto: Achim Otto

Die Inbetriebnahme der mobilen Ampelanlage sei „ein erster Schritt, um die massiven Verkehrsbehinderungen im Wuppertaler Westen zu lindern“. Die sei aber nur eine Übergangslösung.

„Eine dauerhafte oder stark eingeschränkte Behinderung des Verkehrs am Wiedener Kreuz führt zu erheblichen Einschränkungen wie Staus, vor denen auch die Stadt warnt und dazu rät, den Bereich zu meiden. Die ÖPNV-Nutzerinnen leiden besonders unter Umleitungen, Verspätungen und Ausfällen auf mehreren Buslinien“, so der verkehrspolitische Sprecher Timo Schmidt.

Auch die Landwirtschaft sei von den Einschränkungen betroffen: Wir fordern die Stadt Wuppertal und die Stadtwerke dazu auf, in engem Dialog mit den betroffenen Landwirten eine Lösung zu finden, die eine reibungslose Ernteperiode garantiert und gleichzeitig die Sicherheit am einsturzgefährdeten Gebäude gewährleistet.“

Der Fraktionsvorsitzende und umweltpolitische Sprecher Ulrich T. Christenn: „Die Landwirte haben sich an unsere Fraktion gewandt. Angesichts der bevorstehenden Getreideernte im nächsten Monat ist die vollständige Passierbarkeit des Knotens in alle Richtungen essenziell. Da große Erntefahrzeuge aufgrund ihrer Dimensionen keine Ausweichmöglichkeiten über kleinere Nebenstraßen haben, ist das Wiedener Kreuz eine unverzichtbare Versorgungsroute.“

Die Landwirtschaft leidee bereits massiv unter den Folgen des Klimawandels: „Zunehmende Dürreperioden und extreme Starkregenereignisse – wie sie im Fall der Unterspülung am Wiedener Kreuz eine Rolle spielten – machen den Betrieb der Höfe immer riskanter und weniger lukrativ. Zusätzliche bürokratische Hürden oder logistische Blockaden dürfen die Betriebe nicht weiter belasten.“