Dank moderner Technik Längere Öffnungszeiten für die Bibliothek am Rott

Wuppertal · Von 14 Stunden auf 70: Dank einer technischen Lösung können Bibliotheksnutzerinnen und -nutzer seit dem 27. März 2026 die Stadtteilbibliothek am Rott jeden Tag besuchen, auch am Samstag, Sonntag und an Feiertagen.

Der Bibliotheksausweis wird am Rott zum Türöffner: Oberbürgermeisterin Miriam Scherff (Mitte) eröffnet die erste „Open Library“ der Stadtbibliothek Wuppertal.

Foto: Stadt Wuppertal/Marek Wunder

Mit einem gültigen Bibliotheksausweis können sie die Bibliothek an der Rödiger Straße 69 zwischen 10 und 20 Uhr selbst öffnen. Damit lässt sich der Aufenthalt ganz flexibel und individuell in den Alltag einbauen. Die technische Lösung, die unter dem Fachbegriff „Open Library“ bekannt ist, wird vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen gefördert.

Oberbürgermeisterin Miriam Scherff war die erste Bibliotheksbesucherin, die sich am 27. März die Tür der Stadtteilbibliothek selbst öffnete: „Die Bibliothek geht hier sehr konsequent den Weg hin zu mehr Öffnungszeiten und damit mehr Bürgerservice. Ich wünsche mir, dass die Menschen dieses Angebot gut annehmen und diese wunderbar renovierte Stadtteilbibliothek zu ihrem Wohnzimmer im Stadtteil machen.“

Der gültige Bibliotheksausweis wird zum Türöffner, dann ist ein Aufenthalt beliebiger Dauer zwischen 10 bis 20 Uhr möglich. Zugang haben alle Erwachsenen mit gültigem Bibliotheksausweis, Jugendliche ab 14 Jahren mit einer zuvor schriftlich hinterlegten Erlaubnis der Eltern sowie Kinder in Begleitung von Erwachsenen. Raum und Medien können vor Ort genutzt werden, außerdem können Medien an einem Automaten selbst ausgeliehen, verlängert oder zurückgegeben werden.

Auch das eigene Bibliothekskonto kann eingesehen und mögliche Gebühren per EC-Kartenzahlung beglichen werden. Die Bibliothek am Rott ist zu diesen Zeiten videoüberwacht. Fachpersonal der Bibliothek ist in der Stadtteilbibliothek am Rott nach wie vor dienstags und donnerstags von 10 bis 18 Uhr vor Ort und sorgt für qualitative Beratung.

„Mit diesem so genannten Open-Library-Konzept kommen wir dem Wunsch der Menschen nach mehr Öffnungszeiten nach. Im Strategieprozess der Bibliothek haben mehrere Umfragen ergeben, dass die Wuppertalerinnen und Wuppertaler die Bibliotheksstandorte dann nutzen wollen, wenn sie selbst Freizeit haben – also insbesondere auch am Wochenende und in den frühen Abendstunden“, erklärt Dezernentin Annette Berg. „Das Projekt ist ein wichtiger Baustein für die Weiterentwicklung der Stadtbibliothek insgesamt und richtet sich an Bürgerinnen und Bürger in ganz Wuppertal.“

Die Angebote der Bibliothek sollen künftig noch barrierefreier und flexibler gestaltet und an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden. Die Stadtteilbibliothek am Rott wurde während ihrer Sanierung im vergangenen Jahr bereits für die Open-Library-Technik vorbereitet. In Deutschland gibt es mittlerweile bereits mehr als 50 erfolgreiche Open-Library-Bibliotheken.