Schrader geht im Herbst in den Ruhestand. Auf der Mitgliederversammlung ist der Trägerverein einstimmig dem Vorschlag des Vorstandes gefolgt, Judith Brinkmann-Michalczyk die Leitung der Begegnungsstätte zu übertragen.
Die Kunsthistorikerin und Historikerin hat ihren Master of Arts mit einer Arbeit zum Thema „Lanzmanns Shoah und Spielbergs Schindlers Liste als Diskursereignisse. Ein Sprechen über den Holocaust im Kontext seiner Medialisierung“ abgeschlossen und forscht am Institut für Diaspora- und Genozidforschung der Ruhr-Universität Bochum zu Ikonograohien genozidaler Gewalt. Nach einer Tätigkeit als Leiterin der Kunstvermittlung und der Museumspädagogik des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr, leitet sie seit 2020 die Kulturinstitution „uzwei“ im Dortmunder U.
Schon seit ihrem Studium setzt sie sich intensiv mit Erinnerungskultur- und arbeit sowie jüdischer Geschichte auseinander und legt dabei besonderen Wert auf eine zeitgemäße Vermittlung. Der Trägerverein ist überzeugt, mit Judith Brinkmann-Michalczyk eine kompetente Nachfolgerin für Dr. Ulrike Schrader gefunden zu haben, die die Begegnungsstätte Alte Synagoge seit ihrer Gründung geleitet und wesentlich zur Entwicklung und inhaltlichen Ausrichtung der Gedenkstätte beigetragen hat.