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In Wuppertal soll mehr sozialer Wohnraum entstehen

Lokales : In Wuppertal soll mehr sozialer Wohnraum entstehen

Die Stadt Wuppertal will den sozialen Wohnungsbau stärken. Die Verwaltung schlägt den entsprechenden Ausschüssen und dem Rat dazu ein Handlungskonzept vor.

In Wuppertal gibt es – auch mit Blick auf die weitere Entwicklung – zu wenig preisgünstigen und qualitativ guten Wohnraum. Laut einer Prognose sinkt der Bestand an preisgebundenen Wohnungen in Zukunft: Bis 2030 wird er um 30 Prozent zurückgehen und nur noch rund 8.890 Mietwohnungen im Bestand haben. Gleichzeitig, so die Annahme der Stadt, steige die Nachfrage nach bezahlbarem Wohnraum eher – wegen des demographischen Wandels werden für alte Menschen Wohnungen benötigt, ebenso für junge Menschen, die häufiger in Single-Haushalten leben als früher. Auch die Nachfrage nach Wohnungen, in denen größere Familien wohnen können, erhöhe sich durch Zuzug oder Patchwork-Familien.

Für den Neubau und die Modernisierung von Wohnungen gibt es Fördermittel vom Land. Die wurden in der Vergangenheit allerdings selten abgefragt. Für ein Wohnraumförderprogramm 2018 bis 2022 hat das Land insgesamt 5,5 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt. Wuppertal kann aktuell in diesem Jahr mit 15,3 Millionen Fördermitteln für Wohnungsbau und -modernisierung rechnen. Die Stadt schlägt den politischen Gremien vor, bei der planerischen Entwicklung von Wohngebieten eine Quote von 20 Prozent gefördertem Wohnungsbau festzuschreiben. Das gilt ab 20 Wohneinheiten und einer Grundstücksfläche von 2.000 Quadratmetern. Die Quoten-Regelung gilt nicht bei bereits eingeleiteten Bauleitplanverfahren. Allerdings wurden bei einigen Verfahren schon vorsorglich und projektbezogen die 20 Prozent geförderten Wohnungen eingeplant – zum Beispiel beim Wohngebiet Heubruch.

Ziel der neuen Regelung soll sein, die Wohnraumfördermittel des Landes besser zu nutzen. So sollen leerstehende Immobilien barrierefrei umgebaut werden, erhaltenswerte Wohngebäude.