Bergische Uni Wuppertal Investition in zukunftsweisende Lehrkonzepte

Wuppertal · Digitale Formate, interdisziplinäre Ansätze und der reflektierte Einsatz von KI: Die Bergische Universität Wuppertal (BUW) unterstützt Lehrprojekte, die neue Impulse für Studium und Lehre setzen. Sechs Vorhaben werden ab März 2026 gefördert.

Bei der Auftaktveranstaltung zum BUW-Lehrinnovationsfonds tauschte sich Prof. Dr. Susanne Buch (vorne, 2.v.re.) mit den Geförderten aus.

Foto: Friederike von Heyden

Das Rektorat will die Qualität ihrer Lehre weiter stärken und hat im Rahmen des Innovationsfonds Lehre sechs Projekte in der Förderlinie „BUW Lehrinnovationen“ bewilligt. „Ziel der Förderlinie ist es, fortgesetzt innovative, zukunftsweisende Lehr-Lern-Konzepte zu entwickeln, zu erproben und in der Lehre zu verankern“, erklärt Prof. Dr. Susanne Buch, Prorektorin für Studium und Lehre. „Wir unterstützen Lehrende dabei, neue didaktische Wege zu beschreiten und setzen gezielt Anreize für die beständige Weiterentwicklung eines zukunftsweisenden Lehrprofils.“

Gefördert werden demnach Vorhaben mit hohem Innovationspotenzial, die auf aktuelle Herausforderungen in Studium und Lehre reagieren und die Lernprozesse der Studierenden in den Mittelpunkt stellen. Weitere Auswahlkriterien sind die Darstellung von erwarteter Wirksamkeit sowie der Übertragbarkeit der Ergebnisse auf weitere Lehrkontexte.

Vielfältige Innovationen für Studium und Lehre

Im Mittelpunkt stehen dabei unter anderem digitale und hybride Lehr-Lern-Formate, interdisziplinäre Ansätze sowie Konzepte mit besonderer Aktualität. Alle Projekte zeichnen sich durch eine starke didaktische Fundierung, die aktive Einbindung von Studierenden sowie eine Perspektive zur Verstetigung über den Förderzeitraum hinaus aus.

Die nun ausgewählten Projekte spiegeln die thematische Breite und den Innovationsanspruch der Förderlinie wider:

„Gefahr erkannt – Gefahr gebannt“ (Gef(V)R) entwickelt ein interdisziplinäres, VR-basiertes Lehrkonzept zur sicheren Entsorgung von Gefahrstoffen. Lehramtsstudierende aus Chemie- und Technikwissenschaften konzipieren und erproben dabei eigene virtuelle Lernumgebungen, die langfristig in der Lehre eingesetzt werden sollen.

Mit dem „Virtuellen Klassenzimmer Mathematik“ (VKZM) entsteht ein dreidimensionaler Lernraum, in dem Studierende als Avatare realitätsnahe Unterrichtssituationen erleben und reflektieren können. KI-gesteuerte Schüler*innen-Avatare ermöglichen ein praxisnahes Training professionellen Lehrer*innenhandelns bereits in der Studieneingangsphase.

Das Projekt „Simulation Games in Management“ (SiGaM) setzt auf Planspiele, um theoretische Inhalte aus Management-Studiengängen realitätsnah erfahrbar zu machen. Studierende treffen in simulierten Märkten strategische Entscheidungen und reflektieren deren Auswirkungen – ein innovativer Beitrag zur Theorie-Praxis-Verzahnung.

SMART:START.AI adressiert Studienerfolg und Studienabbrüche in den Ingenieurwissenschaften. Aufbauend auf dem digitalen Diagnose- und Selbstlernsystem ALiSe werden semesterbegleitende Unterstützungsformate entwickelt, die Mathematikkompetenzen gezielt und adaptiv fördern.

In der „MatZes Online-Werkstatt mit KI“ (MatZ:KI) wird eine auf BUW-Mathematikveranstaltungen spezialisierte KI in bestehende Unterstützungsangebote integriert. Ziel ist es, Studierende beim Lernen sinnvoll zu begleiten und den reflektierten Einsatz von KI in der Mathematik zu fördern.

Das Projekt „intenceToGo“ entwickelt mobil nutzbare Lerneinheiten für Informatik, Germanistik und das universitätsweite Modul Digitale Kompetenz. Ergänzt durch ein KI-gestütztes Feedbacksystem sollen Studierende zeit- und ortsunabhängig individuell lernen und ihre Kompetenzen gezielt vertiefen können.

Der Projektförderbeginn ist für März 2026 vorgesehen, die maximale Laufzeit beträgt 24 Monate. Die Projekte sollen nicht nur kurzfristige Verbesserungen erzielen, sondern langfristig zur Profilbildung einer qualitativ hochwertigen, studierendenorientierten Lehre an der BUW beitragen.