Evangelischer Arbeitskreis (EAK) der CDU „Hilfsangebote für Obdachlose im Winter ausbauen“

Wuppertal · Angesichts der niedrigen Temperaturen fordert der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CDU Wuppertal die Stadtverwaltung auf, die bestehenden Hilfsangebote für obdachlose Menschen im Winter „deutlich auszubauen und besser zu verzahnen“.

Symbolbild.

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„Obdachlosigkeit ist kein Randthema, sondern eine Frage der Menschenwürde“, erklärt Sebastian Richter (Vorsitzender des EAK der CDU Wuppertal. „Gerade im Winter kann fehlender Schutz schnell lebensbedrohlich werden. Niemand darf in unserer Stadt gezwungen sein, die Nacht im Kalten zu verbringen.“

Andere Kommunen würden zeigen, „dass pragmatische und wirksame Instrumente möglich sind – etwa zusätzliche Notunterkünfte, verlängerte Öffnungszeiten, mobile Kältehilfen oder niedrigschwellige medizinische Angebote. Solche Maßnahmen retten Leben und schaffen Vertrauen zwischen Hilfesystem und Betroffenen.“

Der EAK sieht auch für Wuppertal konkreten Handlungsbedarf und nennt vier zentrale Ansatzpunkte:

Ausbau und Flexibilisierung der Winternotunterkünfte: „Zusätzliche Schlafplätze sowie längere Öffnungszeiten – auch tagsüber und an Wochenenden – können verhindern, dass Menschen bei Minusgraden abgewiesen werden“

Einrichtung eines städtisch unterstützten Kältebusses: „Mobile Hilfsangebote erreichen obdachlose Menschen dort, wo sie sich aufhalten, und versorgen sie mit warmen Getränken, Decken sowie Informationen zu Unterkünften.“

Niedrigschwellige medizinische und soziale Hilfe: Gerade im Winter verschärfen sich gesundheitliche Probleme. Kooperationen mit Hilfsorganisationen und ehrenamtlichen Ärztinnen und Ärzten können hier wirksam unterstützen.“

Bessere Koordination und transparente Information: Eine klare, öffentlich zugängliche Übersicht über Hilfsangebote – auch mehrsprachig – erleichtert den Zugang für Betroffene und Ehrenamtliche.“

Dirk Müller, stellvertretender Bezirksvorsitzender des EAK Bergisches Land: „Als christlich geprägter Arbeitskreis ist für uns klar: Nächstenliebe muss sich im konkreten Handeln zeigen. Die Stadt sollte bestehende Konzepte prüfen, bewährte Ansätze übernehmen und kurzfristig spürbare Verbesserungen umsetzen.“

Man betone „ausdrücklich, dass viele Initiativen, Kirchengemeinden und Ehrenamtliche in Wuppertal bereits heute wertvolle Arbeit leisten. Diese dürften jedoch nicht allein gelassen werden. Es brauche ein klares Signal der Stadt, dass der Schutz obdachloser Menschen im Winter höchste Priorität hat“.

Richter: „Eine Stadt zeigt ihr Gesicht im Umgang mit den Schwächsten. Wuppertal kann und sollte hier mehr tun.“