Leserbrief „Von Abwärtsspirale gekennzeichnet“

Betr.: Poststraße, Rundschau-Kommentar

Die Zukunft der Poststraße ist ungewiss.

Die Zukunft der Poststraße ist ungewiss.

Foto: Achim Otto

Vermutlich ist der Untergang der ISG Poststraße/Alte Freiheit dem bedauerlichen Umstand geschuldet, dass dort schon seit zwei Jahrzehnten fast nur noch Filialgeschäfte bestehen, deren Eigentümer-Gesellschaften keinerlei Bindung an die Standort-Städte haben.

Die also eh schon angespannte Situation in der Poststraße wird durch das unprofessionelle Verhalten der Stadtwerke auf die Spitze getrieben. Dass sich nur aufgrund verschärfter Vorschriften zugunsten des Denkmalschutzes die Kosten für den Fernwärmeausbau auf 60 Millionen Euro verdoppelt und der Ausführungszeitraum um vier Jahre, also fast die Hälfte, verlängert haben sollte, halte ich für absolut unglaubwürdig.

Oder sollte die untere Denkmalbehörde mit ihrer bedauerlicherweise schon für die Betreuung der Baudenkmäler personell seit zwei Jahrzehnten heillos unterbesetzten Belegschaft die komplette Ausgrabung des Bodendenkmals Elberfelder Burg in Angriff zu nehmen beschlossen haben?

Was Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit angeht, konkurriert die Stadt Wuppertal samt ihrer Tochterunternehmen, zu denen die Stadtwerke gehören, de facto doch schon lange mit der Deutschen Bahn und ihrer beider Weg wird von einer Abwärtsspirale gekennzeichnet.

Ludger Zengerling

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