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Zukunft des Areals Osterholz: Ein Kompromiss muss her

Zukunft des Areals Osterholz : Ein Kompromiss muss her

Betr.: „Osterrholz: Noch keine Lösung“, Rundschau vom 2. Oktober

Das Thema „Rodungen im Osterholz“ hält sich konstant seit geraumer Zeit und empört zurecht die Bewohner in Wuppertal-West und Gruiten und kommt nicht zu einer vernünftigen Lösung.

Ich bin kein grundsätzlicher Gegner einer Haldenerweiterung, bin aber gleichzeitig für einen maximalen und vernünftigen Umweltschutz. Das teilweise Verfüllen der Grube im Neandertal wäre schon ein guter Teilkompromiss.

Kalkabbau ist aber auch erforderlich und Kalk kann man nun einmal nur aus der Erdkruste hervorholen. Es wäre sicher noch viel schändlicher, zum Beispiel Schöller aufgeben zu müssen, um den Wald zu schonen. Kalkprodukte werden überall in der Industrie, der Bauwirtschaft, Stahlerzeugung, Wissenschaft und Forschung benötigt – eine intakte Umwelt ist aber auch lebensnotwendig. Weltweit werden aus den verschiedensten Gründen riesige Areale vernichtet. Ein Kompromiss muss her und dazu sollten sich die Betreiber und die Bevölkerung, vertreten durch die gewählten Ortsparlamente, zusammensetzen.

In den letzten Jahrzehnten wurde bereits ein riesiger Berg neben der Grube aufgeschüttet, der nach so langer Zeit immer noch recht kahl aussieht. Es wäre an der Zeit, den kahl wirkenden Hügel mit einem neuen Mischwald unter fachkundiger Leitung von Förstern und Forstwissenschaftlern zu bepflanzen und so ein Äquivalent zur neuen Abholzung zu schaffen – Stichwort: Klimaneutralität. Auch könnten die Besitzer sich dazu bereit erklären, den neuen Abraumberg nach Ende des Tagebaus wieder bepflanzen zu wollen.

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Kalksteinbrüche selbst sind nach ihrer Aufgabe gute Lebensräume für Tiere und Pflanzen, was viele ehemalige Gruben auch in der näheren Umgebung auf Gruitener und Wülfrather Gebiet bewiesen haben.

Alexander Koch