Aus dem Tagebuch der Redaktion: Liebenswert bekloppt

Aus dem Tagebuch der Redaktion : Liebenswert bekloppt

"Was macht für dich eigentlich den Charme von Wuppertal aus?" Das werde ich ab und an gefragt. Und eine Antwort, die ich immer gebe, lautet: "Weil die Dichte an liebenswert Bekloppten hier so groß ist wie nirgendwo sonst." Davon bin ich wirklich überzeugt — und ich liebe das an Wuppertal!

"Was macht für dich eigentlich den Charme von Wuppertal aus?" Das werde ich ab und an gefragt. Und eine Antwort, die ich immer gebe, lautet: "Weil die Dichte an liebenswert Bekloppten hier so groß ist wie nirgendwo sonst." Davon bin ich wirklich überzeugt — und ich liebe das an Wuppertal!

Genau in diesen Kreis gehören für mich auch die Mitglieder des "Vollplaybacktheaters". Mit unbändigem Spaß zelebrieren sie seit Ende der 1990er eine ganz eigene, ziemlich durchgeknallte Playback-Version von Hörspielen wie "Die drei ???", John Sinclair oder "Hanni und Nanni". Damit haben sie — weit über die Grenzen unserer Stadt hinaus — längst Kultstatus erreicht.

Trotz des großen Erfolgs kündigten sie 2012 ihren Abschied von der Bühne an, auf die sie Ende 2014 mit "Das Vollplaybacktheater interpretiert Pulp Fiction" zurückkehren wollten. Doch was als fröhliche Comeback-Tour begann, fand ein trauriges Ende — die Tourneeagentur ging pleite. Geld und Arbeit futsch; die Stimmung im Keller.

Aber weil die Jungs und Mädels um David J. Becher eben so liebenswert bekloppt sind, haben sie sich zusammen mit ihren Fans was besonders Hübsches einfallen lassen: Neben den drei bekannten Wuppertal-Terminen gibt es am 12. März einen Zusatztermin. Das Beste aber: Mit "Support"-Tickets können Fans einen freiwilligen Aufschlag — inklusive "tiefer" bzw. "sehr tiefer Dankbarkeit" — erwerben. Oder aber ein "Ich kann leider nicht kommen"-Ticket kaufen, um anderen nicht den Platz wegzunehmen. Herrlich! Da sind wir von der Redaktion dabei und möchte hiermit gerne sechs dieser Tickets bestellen. Wir hoffen auf viele weitere Abnehmer. Und vielleicht sehen wir uns ja dann nicht — das wäre doch schön!

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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