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Kommentar zur Corona-Schutzimpfung: Die Wuppertaler Quote muss steigen

Kommentar zum Thema Corona-Impfung : Die Quote muss steigen!

Wuppertals Corona-Inzidenzzahlen sind auch bundesweit leider rekordverdächtig. Zustande kommen diese Zahlen vor allem wegen ungeimpfter Menschen, die sich mit Corona infizieren. Der Anteil von bereits Geimpften an den in Wuppertal festgestellten Infektionen liegt dagegen, so Gesundheitsdezernent Stefan Kühn, bei nur etwa fünf Prozent.

Was – ebenfalls leider – auch nicht besonders berühmt ist, ist Wuppertals Impfquote: Die liegt bei der bereits erfolgten Zweitimpfung bei nur 55 Prozent (wie in Sachsen!), während sie im nordrhein-westfälischen Durchschnitt bei 63 Prozent rangiert.

Warum hinkt Wuppertal da hinterher? An den zuletzt wirklich überaus flexiblen Angeboten, die die Stadt mit unterschiedlichsten Aktionen ihren Bürgerinnen und Bürgern macht, kann es nicht liegen: Dezentrale Impfungen in Stadtteilen, der Impfbus, der auch vor Supermärkten steht, Nacht-Impfangebote – und nun auch zusätzlich feste Impftermine im Barmer Rathaus beziehungsweise neben dem Elberfelder Verwaltungshaus. Immer alles flexibel und ohne Anmeldung.

Dass Krisenstabsleiter Johannes Slawig und Gesundheitsdezernent Stefan Kühn sowie Oberbürgermeister Schneidewind nicht müde werden, die Menschen in Wuppertal dazu aufzurufen, sich impfen zu lassen, ist nachvollziehbar – und kann nur unterstützt werden.

Um es einmal klipp und klar zu sagen: Ich war (und bin es immer noch) während der gesamten Corona-Phase immer wieder ein erklärter Kritiker bestimmter entweder nicht konsequenter oder dann aber wieder völlig überzogener staatlich verordneter Maßnahmen gewesen. Damit habe ich auch nie hinter dem Berg gehalten.

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Aber: Zur Impfung gibt es meiner Auffassung nach keine Alternative, um sich erstens vor einer eventuellen Erkrankung zu schützen, zweitens für sich selbst wieder den Weg in die Freizügigkeit zurückzugewinnen – und um drittens für die gesamte Gesellschaft ein Fundament zu sichern, auf dem ein Leben ohne Lockdown & Co.-Drohungen verlässlich planbar wird.

Natürlich gibt es Impfnebenwirkungen. Auch ich kenne Menschen, die sich damit herumschlagen mussten. Aber das, was aus den unterschiedlichsten Impfverweigerer-Ecken zu hören und zu lesen, ist – wie man so sagt – „ohne Worte“. Ich habe, wenn es nicht um eindeutige, medizinisch ver- oder angeordnete Gründe geht, absolut kein Verständnis für ein „Nein“ zur Corona-Schutzimpfung.

Der Berliner Virologe Christian Drosten wird mit Blick auf die gesamtdeutschen Zahlen aktuell so zitiert: „61 Prozent vollständig Geimpfter reichten überhaupt nicht. Mit dieser Quote können wir nicht in den Herbst gehen.“

Nochmals siehe oben: Ich bin wirklich sehr oft nicht der Ansicht von Herrn Drosten gewesen. Hier stimme ich ihm zu.