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Wuppertaler Engelsgarten: Kastanie und Blutbuche wurden gefällt

Starke Schäden : Engelsgarten: Kastanie und Blutbuche mussten gefällt werden

Im Wuppertaler Engelsgarten mussten am Dienstag (30. März 2021) eine Kastanie und eine Blutbuche gefällt werden. Die beiden großen Bäume waren nach Angaben der Stadtverwaltung stark geschädigt und nicht mehr verkehrssicher.

„Um die beiden Bäume tut es uns unendlich leid“, sagt Christian Arlt vom Ressort Grünflächen und Forsten. Die etwa 30 Meter hohe Kastanie mit ihrem dicken Stamm war ein Naturdenkmal und schon seit vielen Jahren mit einer Seilsicherung gegen Sturmschäden geschützt. „Nun mussten wir leider feststellen, dass der Baum kaum noch vital ist, also nur noch einen Nottrieb ausgebildet hat.“ Ein Gutachter war zu dem Ergebnis gekommen, dass der Baum durch ein Bakterium so stark geschädigt sei, dass er gefällt werden musste. „Dieser Schädling hat sich deutschlandweit zu einer Gefahr für Kastanienbäume entwickelt“, erklärt Arlt.

Auch die benachbarte große Blutbuche wies demnach ernste Schäden auf. „Der Baum ist durch Pilzbefall im Wurzelbereich geschädigt. Dadurch besteht die Gefahr, dass er umstürzen oder große Äste herabfallen könnten. Zudem ist die Blutbuche durch den großen Nachbarbaum nur in eine Richtung gewachsen. Wenn die Kastanie neben ihr weichen muss, würde sie durch den einseitigen Wuchs stark windanfällig, die Gefahr des Umstürzens würde sich erhöhen. „Das ist ein nicht kalkulierbares Risiko“, sagt Arlt im Vorfeld. Auch dieser Baum brachte es mit 26 Metern auf eine stattliche Höhe.

 Das traurige Ende.
Das traurige Ende. Foto: Christoph Petersen

Es steht zu befürchten, dass dies nicht die letzten Bäume sind, die die negativen Umwelteinflüsse nicht überstehen.

 Christian Arlt, Abteilungsleiter für Pflege und Unterhaltung von Grün- und Freiflächen.
Christian Arlt, Abteilungsleiter für Pflege und Unterhaltung von Grün- und Freiflächen. Foto: Stadt Wuppertal