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Wuppertaler Landhaus Bilstein: Flut Food zum Neustart nach Hochwasser

Beyenburg : Landhaus Bilstein: „Flut Food“ zum Neustart

In dem Mitte Juli 2021 vom Hochwasser schwer getroffenen Beyenburg gibt es einen großen Lichtblick: Das traditionsreiche Landhaus Bilstein hat in dieser Woche seinen Betrieb wieder aufgenommen. Zwar noch eingeschränkt, trotzdem mit vollem Engagement.

Inhaberin Christiane Schneider ist glücklich, gut anderthalb Monate nach der verheerenden Überschwemmung, die das Erdgeschoss unter Wasser gesetzt hatte, nun mit ihrem Team wieder Gäste empfangen zu können. Und die nahmen das Angebot in den ersten Tagen gerne wahr, zumal begünstigt durch das gute Wetter.

Um den Neustart zu ermöglichen (die Öffnungszeiten sind zunächst donnerstags bis sonntags von 11:30 bis 21 Uhr), haben sich die Helferinnen und Helfer mächtig ins Zeug gelegt. So ist eine neue Außengastronomie entstanden, auf der nun „Floot Food“ (etwa Bratwürste, vegane Speisen und Ofenkartoffeln) sowie Getränke angeboten werden. Beleuchtung unter anderem mit Fackeln, Regenschirme und ein symbolträchtiges Boot sorgen für die entsprechende Atmosphäre.

Über einen Holzsteg geht es durch die Baustelle des Erdgeschosses zur ersten Etage, in der Gäste ebenfalls Platz nehmen können. Wer es besonders authentisch mag, kann sogar an einem Tisch auch in der Baustelle verweilen. Auf einem Logo steht nicht ohne Selbstironie „Land Unter Haus Bilstein“.

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  • Vertreter der Stadt, des Wupperverbandes und
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  • Wuppertals OB Uwe Schneidewind.
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„Ich freue mich auf die Gäste. Es ist ein Gefühl von Heimat, hier sind wir zu Hause“, sagt Christiane Schneider. Dabei vergisst sie nicht, sich bei den zahllosen Freiwilligen zu bedanken, die tatkräftig mit angepackt haben, aber auch bei den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr und den Hilfsorganisationen.

Am Eröffnungstag schaute der SPD-Bundestagsabgeordnete Helge Lindh vorbei und zeigte sich begeistert von dem, was in kurzer Zeit auf die Beine gestellt worden ist. Es ist ein großer Schritt auf dem Weg zur Rückkehr in die Normalität.

Bis sämtliche Schäden am Haus, die auf bis zu eine Million Euro geschätzt werden, beseitigt sind, wird es zwar noch etwas dauern. Doch der Gastronomie-Betrieb ist wieder angerollt. Passend zu dem Motto, das auf einem der Regenschirme steht: „Nicht alleine im Regen stehen … gemeinsam weitergehen.“