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Wuppertaler Spielplatz Dellbusch: Ärger über Lärm und Vandalismus​

Mehrgenerationen-Spielplatz : Dellbusch: Ärger über Lärm, Dreck und Vandalismus

Eigentlich wollte der Förderverein Mehrgenerationen-Spielplatz (MGS) Dellbusch sein zehnjähriges Bestehen mit einem Sponsorenlauf feiern. Doch wegen der beunruhigenden Vorkommnisse auf dem beliebten Treffpunkt gibt es stattdessen am 17. September 2022 ab 16 Uhr ein Nachbarschaftstreffen.

Seit 2012 engagieren sich Anwohnerinnen und Anwohner in der Siedlung Dellbusch und den angrenzenden Straßen dafür, die städtische Grünfläche zwischen Dellbusch und Immenweg in einen schönen Ort zu verwandeln. Dafür wurde eigens ein gemeinnütziger Verein gegründet. Bald 100.000 Euro an Spenden hat der Verein in den zehn Jahren seines Bestehens gesammelt und in Spielgeräte, Picknicktische, Wege und Sportgeräte investiert.

„Bedauerlicherweise wissen nicht alle Besucherinnen und Besucher die tolle Infrastruktur zu schätzen. Sachbeschädigungen, wie den zerstörten Infokasten und die mehrfach beschädigte Spielzeugtruhe, abgeschnittene Hangelelemente und Einkerbungen an den Holzgeräten gehören zum traurigen Alltag. 2020 kam es sogar zu einer Brandstiftung auf dem Platz mit einem Schaden in fünfstelliger Höhe“, so der Förderverein.

 Eine Puppe, drapiert wie eine Leiche.
Eine Puppe, drapiert wie eine Leiche. Foto: MGS Dellbusch e.V.

Glück im Unglück: Die Stadt Wuppertal hat die Picknicktische ersetzt. „Leider werden diese immer wieder stark beschmutzt, wenn der Platz in den späten Abendstunden von (jungen) Erwachsenen besucht wird. Müll, halbvolle Bierfässchen, Zigarettenkippen und Lärm sind aber noch nichts im Vergleich zu der neusten Aktion der respektlosen Gäste: eine kindsgroße mit Sand gefüllte Puppe lag unterhalb der Rutsche – drapiert wie eine Leiche“, heißt es. „Entsetzte Eltern riefen die Polizei. Einige Familien wollen ihre Kinder aufgrund der Vorkommnisse nicht mehr allein auf den MGS gehen lassen.“ Der Förderverein ist mit der Stadt in engem Austausch.

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Der Vorstand ist ratlos und traurig. „Wir stecken soviel Arbeit und Herzblut in den MGS, damit sich Menschen jeden Alters dort wohlfühlen. Der Müll und Lärm ist schon schlimm. Aber jetzt machen einige wenige den anderen Besucherinnen und Besucher noch dazu Angst“, sagt Jeanette Wölling, Mitgründerin des Fördervereins. Matthias Kalinowski, der erste Vorsitzende: „Deshalb sehen wir uns leider gezwungen, den Sponsorenlauf zu verschieben.“

Stattdessen lädt der MGS-Verein für den 17. September ab 16 Uhr auf den Spielplatz zu einem Austausch ein. „Wir wollen mit den Nachbarinnen und Nachbarn überlegen, wie wir die Situation entspannen können“, so Matthias Kalinowski. Der Verein organisiert Kuchen und Getränke und hofft auf rege Beteiligung – sehr gern auch von jungen Leuten – und konstruktive Gespräche.