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Wuppertaler SV siegt in Velbert beim KFC Uerdingen mit 2:0 (0:0)

Fußball-Regionalliga: 2:0 (0:0) beim KFC Uerdingen : WSV gewinnt das Derby durch späte Tore

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat sich im Derby beim stark abstiegsgefährdeten KFC Uerdingen durchgesetzt. Das Team um Kapitän Felix Backszat siegte am Samstag (23. Oktober 2021) im Stadion Velbert vor 1.510 Zuschauerinnen und Zuschauern mit 2:0 (0:0).

Auf WSV-Seite fehlten Kevin Hagemann, Christopher Schorch, die nach ihren Verletzungen erst im kommenden Jahr zurückerwartet werden, Joelle Tomczak, Isaak Akritidis sowie Lion Schweers, der weiterhin seine Rotsperre absitzen muss. Für den ebenfalls noch nicht fitten Noah Salau rückte Jannis Kübler in die Startelf.

Der WSV hatte Mühe, in die Partie zu kommen. Krefeld, in dessen Kader mit Marco Cirillo und Shun Terada zwei ehemalige Wuppertaler stehen, hielt mit Kampf und Kontern dagegen. Die gut 500 mitgereisten WSV-Fans bekamen in den ersten 20 Minuten keine echte Torchance ihres Teams zu sehen. In der 24. Minute musste Schiedsrichter Dominik Mynarek die Partie kurz unterbrechen, weil Gegenstände aus dem KFC-Block auf das Feld flogen.

Auch in der Folgezeit änderte sich das Bild nicht: Die Gäste kamen kaum gefährlich vor das Uerdinger Tor, allerdings stand auch die WSV-Defensive ordentlich. In der 37. Minute prüfte Phillip Aboagye dem Krefelder Torwart Jonas Brendieck, der aber keine Mühe hatte. Einen Schuss von Leon Augusto wehrte WSV-Schlussmann Sebastian Patzler zur Ecke (40.). Es blieb zur Pause beim torlosen Remis nach einer engagierten Leistung des Außenseiters und einer schwachen des Favoriten.

  • Szene mit Moritz Montag (li.).
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  • Durim Berisha (re.) will auch in
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  • Szene mit Stürmer Roman Prokoph (hinten).
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Mehnert verzichtete zunächst auf Wechsel. Semir Saric verfehlte das KFC-Tor nur knapp (54.). Marco Königs kam für Jannis Kübler, der WSV agierte fortan mit zwei Spitzen (55.). Es blieb weiter hart umkämpft. Kingsley Sarpei ersetzte Aboagye (62.). Viel besser wurde es aus Sicht der Gäste nicht. Sie agieren zu umständlich und nicht zielstrebig genug. Durim Berisha setzte einen Kopfball nach der siebten Ecke knapp neben den Pfosten (74.).

Dann aber schlug Torjäger Königs zu: Er nahm ein Zuspiel aus dem Mittelfeld perfekt an und knallte den Ball volley in die Maschen – 0:1 (80.). Vier Minuten später scheiterte Kapitän Felix Backszat mit seinem Versuch nur knapp. Der eingewechselte Chrysanth Mallek vergab vollkommen freistehend die Chance auf den Ausgleich (87.). Xhuljo Tabaku kam für Saric (89.). In der Nachspielzeit verwandelte Kevin Rodrigues Pires einen an Sarpei verschuldeten Foulelfmeter zum 2:0 für den WSV (95.). Es war der Schlusspunkt. (Bilder:)

Björn Mehnert (WSV-Trainer): „Ein tolles Stadion mit einer tollen Stimmung. Vielleicht haben wir uns zu sehr davon beeindrucken lassen. Es ist eine tolle Arbeit, die hier geleistet wird. Wir wussten, dass es schwierig wird. Dass es so schwierig wird, hätte ich auch nicht gedacht. Wir hatten in den ersten 60 Minuten zu viele Kontersituationen ermöglicht, dadurch war es ein glücklicher Sieg. Heute hatten wir das Spielglück, dass wir zuletzt nicht hatten. Euch alles Gute, das war eine unglückliche Niederlage. Ihr habt Euch verdient, mehr Punkte zu holen, damit Ihr die Klasse haltet.“

Dmitri Voronov (KFC-Trainer): „Glückwunsch an Wuppertal. Wir haben ein gutes Spiel gemacht. Wir können mit breiter Brust rausgehen. Wir haben alles gegeben, aber leider kein Tor gemacht. Die Mannschaft kann in der Liga mithalten. Wir müssen unsere Tore machen, dann holen wir unsere Punkte. Heute hat es leider nicht sollen sein.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter des WSV): „Heute ging es nur um die drei Punkte. Viele lassen sich vom 0:11 gegen Essen blenden, aber Uerdingen hat eine gewisse Qualität und sich inzwischen gefangen. Die Mannschaft kommt in Schwung. Der KFC hatte in der ersten Halbzeit die ein oder andere Konterchance, die wir zum Glück vereitelt haben. Unsere ersten 45 Minuten waren nicht gut. Im zweiten Durchgang wurde es besser. Es war ein Arbeitssieg. Als ehemaliger Spieler weiß ich, wie solche Partien laufen, wenn man nicht die 100 Prozent abruft. Als Verantwortlicher sitzt man da nicht so ruhig auf der Bank. Alle liegen sich in den Armen, aber das Trainerteam wird alles wie immer gut analysieren. Dennoch ein Kompliment an unser Team, dass es die drei Punkte geholt hat. Und mit Blick auf die gesamte Saison machen es die Jungs ohnehin sehr gut.“

Am 30. Oktober trifft der WSV um 14 Uhr im Stadion am Zoo auf den SC Wiedenbrück. Die Auswärtspartie bei der U23 des 1. FC Köln ist auf den 5. November und damit freitagsabends vorverlegt worden. Anpfiff im Franz-Kremer-Stadion ist um 19 Uhr.

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