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Wuppertaler beim Hawaii-Triathlon: Auf dem "Olymp" angekommen

Wuppertaler beim Hawaii-Triathlon : Auf dem "Olymp" angekommen

Axel Bitzer vom Tri-Club Wuppertal startet am 14. Oktober beim legendären "Ironman" auf Hawaii.

"Eigentlich bin ich zum Triathlon gekommen wie die Jungfrau zum Kind", lacht der 54-Jährige. Im Alter zwischen 17 und 35 war er in seiner Freizeit hauptsächlich auf dem Motorrad unterwegs. Nach einem Unfall kam die Wende: "Ich wollte mal wieder etwas laufen und war nach einem Kilometer fix und fertig", erinnert er sich.

Im Internet stieß Bitzer 2001 auf den Tri-Club, damals lediglich 20 Personen groß, inzwischen mehr als 160 Aktive stark. Langsam steigerte er das Pensum. "Man fängt im Kleinen an. Und ein Verein wie der TriClub hat Angebote für viele unterschiedliche Leistungsklassen", weiß Bitzer aus eigener Erfahrung. Er wurde immer besser.

Axel Bitzer vom Tri-Club Wuppertal. Foto: Wuppertaler Rundschau

So gut, dass er jetzt sogar den Königstriathlon auf Hawaii bestreitet. In Frankfurt hatte sich der Maschinenbautechniker bei einem der Qualifikationswettkämpfe die Fahrkarte gesichert. Seine Zeiten: Schwimmen 1:08 Stunden. Rad 5:14 Stunden inklusive einer Reifenpanne, Laufen 3:57 Stunden. "Ich hatte mich wirklich gut vorbereitet", sagt Bitzer. Er wurde belohnt. In seiner Altersklasse waren vier Hawaii-Startplätze zu vergeben, Der Familienvater kam zwar als Fünfter ins Ziel, der Sieger hatte sich aber bereits bei einem anderen Event durchgesetzt.

Nun also der "Olymp", jene legendäre Strecke auf der Pazifik-Insel über die Langdistanz mit 3,86 Kilometern (2,4 Meilen) Schwimmen, 180 Kilometern (112 Meilen) Radfahren und 42,2 Kilometern (26,2 Meilen) Laufen — bei zum Teil unerträglichen Temperaturen in der Lavawüste, aber auch mit den berüchtigten Ho'o-Mumuku-Seitenwinden. "Mir macht die Wärme nicht so viel aus. Sie ist vergleichbar mit Lanzarote"; dort startete er bereits dreimal.

Das Laufen gehört zu Bitzers Stärken. Foto: privat

Helfen wird Bitzer aber vor allem etwas anderes ganz besonders. "Hawaii ist mein zehnter Ironman. Meine Frau und meine Tochter haben mich bisher bei allen Veranstaltungen begleitet und am Streckenrand unterstützt. Ich freue mich, auf jeder Laufrunde ein vertrautes Gesicht zusehen. Meine Tochter, die übrigens sporadisch mittrainiert, hat mich in Frankfurt auf der Laufstrecke immer über die aktuelle Platzierung informiert." Beide fliegen auch diesmal mit, privat finanziert, ohne jegliche Unterstützung durch Sponsoren. "Das ist halt ein einmaliges Erlebnis für uns, ein Highlight", weiß Bitzer. "Wenn die Familie nicht mitziehen würde, wäre das alles nicht möglich.". Zwei Wochen vor dem Startschuss reist er an, um sich zu akklimatisieren.

Den Trainingsplan für Hawaii hat er selber zusammengestellt. "Das große Ziel war, es in Frankfurt zu schaffen. Jetzt versuche ich das Niveau zu halten und Spaß zu haben. Ich möchte mit Anstand durchkommen." Zuvor steht noch ein anderes Ereignis auf dem Programm — der "Sparda-Bank Cross Triathlon" am 10. September in und am Burgholz. Bitzer widmet sich da vor allem dem Schwimmen. Aber nur als Helfer. Die Vereinsmitglieder sorgen für den geordneten Ablauf.