Nach Fukushima: Japanische Experten zu Gast in Wuppertal

Energieversorgung : Nach Fukushima: Japanische Experten zu Gast in Wuppertal

Welchen Beitrag kann die Umwandlung von erneuerbarer Energie in Wasserstoff leisten? Fast auf den Tag genau acht Jahre nach der verheerenden Reaktorkatastrophe in einem Kernkraftwerk im japanischen Fukushima kam eine Delegation der Betreiberfirma Tokyo Electric Power Company (TEPCO) zu Besuch nach Wuppertal, um sich über die Energiewende in Deutschland zu informieren.

Von besonderem Interesse sind für die japanischen Expertinnen und Experten Projekte und Ideen, die zu einer Dekarbonisierung des Verkehrs und der Industrie beitragen. Viele Forschende gehen davon aus, dass per Elektrolyse hergestellter Wasserstoff mit Strom aus erneuerbaren Energien eine wichtige Rolle zur klimafreundlichen Mobilität und zur Reduzierung von Treibhausgasen in der Industrie spielen kann. Wasserstoff hat einen hohen spezifischen Energiegehalt und besitzt die mit Abstand höchste Energiedichte (pro Kilogramm) aller heute verwendeten Energieträger. Wasserstoff lässt sich in vielen Anwendungsbereichen einsetzen und kann zukünftig fossile Energieträger ersetzen.

Neben dem Austausch zu den aktuell laufenden Projekten des Wuppertal Instituts zum Thema, informierten sich die Vertreterinnen und Vertreter des japanischen Konzerns auch über die konkreten Vorhaben in Wuppertal. Ein Besuch bei den Wuppertaler Stadtwerken (WSW) und bei der Abfallwirtschaftsgesellschaft (AWG) stand daher ebenso auf der Agenda.

Wasserstoff soll in naher Zukunft bei der AWG am Standort des Müllheizkraftwerks auf Korzert (Wuppertal) produziert werden. Die sich im Bau befindende Produktionsanlage hat eine Kapazität von 400 Kilogramm Wasserstoff täglich und produziert künftig den Wasserstoff für Brennstoffzellen-Busse der WSW in Wuppertal.

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