Talk über den Zoo in der Citykirche: Bili entspannt, Debatte hitzig

Talk über den Zoo in der Citykirche : Bili entspannt, Debatte hitzig

Die Lage in der Bonobo-Anlage hat sich entspannt. Während Bili in der Wuppertaler Gruppe angekommen zu sein scheint, trafen sich Aktivisten, Journalisten, ein Vertreter des deutschen Primatenzentrums und der Zoodirektor zur Diskussion vor Publikum.

Die Integration von Bonobo Bili verläuft nach Angaben des Zoos positiv. "Wie erhofft, lässt sich eine deutliche Entspannung in der Bonobo-Gruppe beobachten und die sozialen Bindungen zwischen Bili und den Bonobos, mit denen er zusammen ist, stabilisieren sich offenbar", heißt es aus der Zooverwaltung.

Alle Beteiligten hoffen, dass die Entwicklung weiter anhält, "auch wenn es natürlich immer wieder zu Rückschlägen kommen kann". Bisswunden und Attacken gegen den Affen, der aus Frankfurt nach Wuppertal gekommen war, hatten Besucher besorgt, zu Demonstrationen vor dem Zoo geführt und bundesweit für Schlagzeilen gesorgt. Mittlerweile seien die Wunden gut verheilt, sagt Zoodirektor Arne Lawrenz.

Die Debatte um Bili und den Wuppertaler Zoo war auch am Donnerstagabend Thema einer Talkrunde des Vereins "die politiksprecher" in der Citykirche, an der auch Rundschau-Redakteurin Nina Bossy als Journalistin auf dem Podium zu Gast war. Zu dem Thema "Wer ist hier der Tierschützer?" diskutierte Zoodirektor Arne Lawrenz mit einem Primatenforscher und Vertretern aus dem Tierschutz.

Ein Security-Unternehmen kontrollierte am Eingang die Taschen der Besucher, auch die Polizei war vor der Kirche anwesend. Es sei seine erste Veranstaltung, sagte Gastgeber und Moderator Marcus Kiesel, die solche Sicherheitsvorkehrungen bedürfe. Man habe sie aber wegen der Morddrohungen, die Zoomitarbeiter erhalten hatten, als notwendig erachtet.

Nach zwei Stunden hitziger Debatte bilanzierte Lawrenz: "Und wenn dieser Abend nur einen Menschen über Bonobos und ihre Lebensweise aufgeklärt hat, hat er sich für mich schon gelohnt."

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