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Schwebebahn-Ausfall. WfW fordert personelle Konsequenzen bei den WSW

Schwebebahn-Ausfall : Freie Wähler / WfW fordern personelle Konsequenzen bei den WSW

Nach der Sitzung des Finanzausschusses zum Schwebebahn-Ausfall fordert die Fraktion der Freien Wähler / WfW den Aufsichtsratsvorsitzenden der Wuppertaler Stadtwerke, Dietmar Bell, auf, sein Amt ruhen zu lassen.

„Der ehemalige Vorstandsvorsitzende der WSW, Andreas Feicht, heute Staatssekretär unter Wirtschaftsminister Altmaier, entzieht sich seiner Verantwortung. Der Aufsichtsratsvorsitzende Dietmar Bell ist sich offensichtlich nicht seiner Verantwortung bewusst und kennt nicht seine Aufgaben als Aufsichtsratsvorsitzender. Er übernimmt operative Aufgaben, und das ohne Befähigung oder Legitimation“, kritisiert die Fraktion.

Die Vertragsgestaltung mit einem Ausstiegs-Szenario für Feicht sei „einseitig zum Nachteil der Gesellschaft“ (WSW) durchgeführt worden. Auch die Rolle von Kämmerer Dr. Johannes Slawig sei von Relevanz: „War er als Verantwortlicher des Aufsichtsrates oder als Gesellschaftervertreter bei der Vertragsverlängerung von Andreas Feicht dabei?“ WfW / Freie Wähler werfen Vorstand und Aufsichtsrat vor, mit Blick auf die Fördergelder „schwere Managementfehler“ begangen zu haben: „Sie tragen die Verantwortung für den Ausfall der Wuppertaler Schwebebahn. Die Managementfehler sind wohlgemerkt unabhängig von der Auftragsabwicklung zu bewerten. Die angestrebten Taktzeiten der Schwebebahn bleiben nur Illusion und wurden, zum Beispiel Drehkreuz Stadion/Zoo, und werden wohl nie erreicht werden können. Diese waren und sind aber Grundvoraussetzung für die erhaltenen Fördermittel.“

Die Unternehmensberatung E&Y (Ernst & Young) habe zwar laut die Geschäftsführung entlastet. „Eine Entlastung dieser wichtigen Gremien kann nur der Rat der Stadt Wuppertal erteilen. Die Freien Wähler haben sich im Rat der Stadt gegen eine Entlastung ausgesprochen, als einzige Fraktion“, so der Fraktionsvorsitzende Ralf Wegener.