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Wuppertaler Verbraucherzentrale warnt: "Fake Shops": Dollarzeichen machen blind

Wuppertaler Verbraucherzentrale warnt : "Fake Shops": Dollarzeichen machen blind

Die Wuppertaler Verbraucherzentrale und die Polizei warnen: Immer mehr Schnäppchenjäger fallen auf "Fake Shops" im Internet herein.

Wenn die Dollarzeichen in den Augen erscheinen, dann setzt der Verstand schon mal aus. Darauf setzen Kriminelle, die mit vermeintlichen Super-Sonderangeboten für Designer-Bekleidung, Hightech-Produkte, Uhren oder andere Trend-Artikel in "Fake-Shops" im Internet Käufer abzocken. Nach der Online-Bestellung gegen Vorkasse erhalten sie dann gar keine Lieferung oder bekommen minderwertige Plagiate. Das Geld ist in beiden Fällen in aller Regel futsch.

Und das passiert offenbar immer öfter, weil die betrügerischen Plattformen zusehends mehr und raffinierter werden. "Anhand der Beschwerden merken wir, dass die Tendenz steigend ist", bestätigt Michelle Schüler-Holdstein von der Wuppertaler Verbraucherzentrale. Dazu kommt mit Sicherheit auch noch eine hohe Dunkelziffer. "Es ist ja unangenehm, wenn man zu geben muss, jemandem auf den Leim gegangen zu sein", so Ralf Weidner von der Kriminalprävention der Wuppertaler Polizei. Sein Rat: "Trotzdem sollte man unbedingt Anzeige erstatten. Oft gibt es noch andere Betroffene und die Polizei kann die Fakten bündeln, um gegen die Betrüger vorzugehen."

Das allerdings ist schwierig, wenn die Fake-Shops im Ausland liegen oder von Scheinfirmen betrieben werden. Umso wichtiger ist es, sich bei Online-Schnäppchenangeboten den Anbieter sehr genau anzusehen. Zumal die typischen Erkennungszeichen für Fake-Shops eigentlich leicht zu orten sind. Wichtigstes Indiz: ungewöhnlich günstige Angebote in Kombination mit Vorkasse als einziger Zahlungsmöglichkeit! "Seriöse Seiten bieten immer mehrere Zahlungswege an", betont Michelle Schüler-Holdstein.

Weitere Gefahrensignale: Erfundene Güte und Qualitätssiegel ohne Verlinkung auf eines der bekannten Zertifizierungsinstitute (z.B. EHI, TÜV, Trusted Shops), fehlende oder in schlechtem Deutsch formulierte Geschäftsbedingungen, unübliche Domain-Endungen fehlendes oder unvollständiges Impressum ohne Anschrift sowie eine Bankverbindung, die ins Ausland führt.

Fake-Shops finden sich auch auf populären Verkaufsplattformen wie "ebay" oder "amazon". "Hier versuchen sie oft, die eigentlichen Warenkörbe zu umgehen", warnt Weidner, der Opfern wenig Mut machen kann: "Das Geld ist fast immer unwiederbringlich verloren."

Übrigens: Das einfachste Mittel, sich vor betrügerischen Online-Anbietern zu schützen, liegt sozusagen direkt vor der Haustür - der Kauf im örtlichen Wuppertaler Einzelhandel ...