Elberfeld: Neue Polizeiwache kommt an die Schloßbleiche

Elberfeld: Neue Polizeiwache kommt an die Schloßbleiche

Die Wuppertaler Polizei zieht mit ihrer Wache vom Döppersberg zur Schloßbleiche um. Das hat Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher am Freitagvormittag (27. Januar 2017) offiziell bekanntgegeben. Der Betrieb im "City Center" (Ecke Wirmhof) soll im Januar 2018 aufgenommen werden.

Die Räume werden zunächst für 15 Jahre angemietet mit einer Option auf weitere fünf Jahre. Der Umbau, der einen hohen sechsstelligen Betrag kosten wird, startet im April. Die bisher dort untergebrachte "Kultur-Karte" wechselt zum Kirchplatz, das Team des Stadtmarketings ins Ex-Geschäft von Foto Leimberg am Wall.

Radermacher: "Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte sind für die gesamte Innenstadt zuständig. Möglichst kurze Wege zum Einsatzgeschehen sind für Fußstreifen besonders wichtig und haben entscheidenden Einfluss auf unsere Einsatzreaktionszeiten. Neben der guten Erreichbarkeit für unsere Bürgerinnen und Bürger war für mich wichtig, moderne und funktionale Arbeitsplätze zur Verfügung stellen zu können."

Muss ausziehen: die Polizeiwache im Köbo-Haus. Foto: Polizei NRW

Und weiter: "Das City-Center erfüllt alle Voraussetzungen, die uns wichtig sind. Die gesamte Fußgängerzone - vom Robert-Daum-Platz bis zur Gerichtsinsel - ist schnell erreichbar. Einsatzfahrzeuge haben eine gute Verkehrsanbindung, notwendige Funktionsräume sowie ein barrierefreier Zugang mit Sicherheitsschleuse können eingerichtet werden. Eines muss in der Diskussion um die Lage an dieser Stelle klar gesagt werden: Polizeigebäude verhindern keine Straftaten! Die Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte, die in der Innenstadt für die Menschen sichtbar und ansprechbar sind, sorgen für Sicherheit! Ich bin sicher, dass Bürgerinnen und Bürger die neue Polizeiwache gut und schnell erreichen können und diese auch annehmen."

Der neue Eigentümer des "Köbo-Hauses", in dem die mit 20 Beamten besetzte Wache noch bis Ende des Jahres untergebracht ist, hatte Anfang 2014 mitgeteilt, den Mietvertrag nicht zu verlängern. Der künftige "Wupperpark Ost" wurde als Standort verworfen, ebenso der Schwebebahnhof Döppersberg, weil Brandschutzvorgaben und Denkmalschutz nicht korresponierten.

Aus dem Rat hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Forderungen laut geworden, die neue Wache solle in unmittelbarer Nähe des Hauptbahnhofs entstehen.

Mehr von Wuppertaler Rundschau