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Donnerstag, 12. März 2020: Bombendrohung am Landgericht Wuppertal

UPDATE: Entwarnung : Bombendrohung am Wuppertaler Landgericht

Am Donnerstag (12. März 2020) gegen 8.50 Uhr ist am Wuppertaler Landgericht eine anonyme Bombendrohung eingegangen. Alle Gerichtsgebäude wurden geräumt, die Polizei suchte die Räume mit Spürhunden ab. Gegen 15 Uhr wurde der Einsatz abgebrochen, eine Bombe wurde nicht gefunden.

Die Verhandlung hatte gerade begonnen, der Staatsanwalt war mitten in den Plädoyers, als der Saal plötzlich geräumt wurde. Richter, Anwälte, Angeklagte und Zuschauer: Alle eilten aus dem Saal. Am Landgericht war morgens eine Bombendrohung eingegangen - der Anrufer hatte die Feuerwehr informiert und von dort wurde die Drohung weitergeleitet. In Windeseile wurde das Gerichtsgebäude abgeriegelt, Einsatzkräfte der Polizei waren binnen Minuten vor Ort. Die Schwebebahnstation am Landgericht wurde geschlossen, die Bahn hielt dort nicht mehr.

Arnim Kolat, Sprecher des Landgerichts: „Alle Gebäude auf der Insel wurden geräumt.“ Zwischen 300 und 500 Menschen wurden evakuiert. Auch der angrenzende Kindergarten musste geräumt werden. Polizeisprecher Stefan Weiand: „Wir stellen uns gerade kräftemäßig noch stärker auf und regulieren den Verkehr und die Sperrungen.“ Das gesamte Eiland wurde wegen des Einsatzes abgeriegelt. Die Gerichtsgebäude wurden stundenlang mit drei Hunden durchkämmt. Für den Donnerstag sind alle Termine bei Gericht abgesagt worden. Gegen 15 Uhr wurde der Einsatz abgebrochen, eine Bombe oder andere Sprengkörper wurden nicht gefunden.