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Wuppertal: „Kapellchen“ freut sich über Madonna-Gemälde

Nach Madonna-Ikonen-Diebstahl : Geschenk fürs „Kapellchen“

Der dreiste Diebstahl der Madonnen-Figur Anfang Januar aus der Kapelle des St. Josef-Krankenhaus schockierte nicht nur Hans Osterberg, der seit vielen Jahren im „Kapellchen“ aktiv ist. Entsprechend groß war die Freude, als John Baly aus Syrien anbot, für Ersatz zu sorgen.

In Syrien arbeitete John Baly als Künstler und Restaurator. Seit er mit seiner Frau und zwei Kindern nach Deutschland geflogen ist, engagiert er sich ehrenamtlich am Berufskolleg Europaschule in Barmen. Die Rundschau berichtete bereits vor einigen Wochen, dass der Familienvater seine Freizeit dazu nutzt, um mit Acrylfarben und Pinsel religiöse Motive auf Leinwand zu bannen und sich wünschte, dass sein Gemälde der Madonna in blauem Gewand als Ersatz für die gestohlene Skulptur an das Krankenhaus übergeben wird.

In der Kapelle des „Kappelchen“- Krankenhauses dankte Osterberg jetzt dem Künstler für das gespendete Werk und stellte gleich die Weichen für eine weitere Zusammenarbeit: Er erwähnte, dass er schon seit langer Zeit auf der Suche nach einem schönen Hintergrund für die Adventskrippe sei, die regelmäßig in der Weihnachtszeit vor einem dunklen Vorhang in der Einrichtung aufgebaut werde. „Ein himmlisches Motiv anstatt des eintönigen Vorhangs würde des Ensemble wesentlich ansprechender in Szene setzen. Ich habe da auch schon eine Idee“, erklärte Hans Osterberg und skizzierte seine Vorstellung.

„Die setze ich um“, griff John Baly das Thema auf und sagte zu, die Vision in den Maßen 180 mal 120 Zentimeter innerhalb der nächsten Monate auf Leinwand real werden zu lassen. Und nicht nur das: Im weiteren Dialog berichtete Baly von seinem Wirken als Restaurator und davon, dass er defekte Skulpturen reparieren könne. Seine Fertigkeiten wird er jetzt also demnächst bei der Jesus-Figur in der Kapelle zeigen, der einige Finger abgebrochen sind.

John Baly hilft immer gerne dort weiter, wo Probleme mit seinen kreativen Fähigkeiten gelöst werden können. Wer sich mit dem Künstler und Restaurator aus Syrien in Verbindung setzen möchte, kann das über das Berufskolleg Europaschule an der Sternstraße 75  tun –  und zwar unter der Telefonnummer 563–66 48 oder per Mail an  www.bkb-europaschule.de.