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Diskutieren, Präsentieren und Erfinden in der Junior Uni: Anmeldephase für das neue Semster startet

Diskutieren, Präsentieren und Erfinden in der Junior Uni : Anmeldephase für das neue Semster startet

Zum Erfinder in einem bergischen Unternehmen werden, die eigenen Werke ausstellen und über politische Strategien diskutieren — das ist nur ein kleiner Ausschnitt dessen, was das neue Kursprogramm der Wuppertaler Junior Uni für das Bergische Land für das Sommersemester 2019 bietet.

Zum Semesterstart stehen 211 Kurse mit mehr als 2.400 Plätzen für alle wissbegierigen und neugierigen Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler bereit. 23 neue Kurse ergänzen das bewährte Angebot. Das Programm für das Sommersemester kann ab sofort auf der Junior Uni-Homepage durchstöbert werden, auch die beliebten gedruckten Programmhefte liegen wieder an vielen Schulen, öffentlichen Einrichtungen und in der Junior Uni aus. Der Start für die Bewerbungen um die Kursplätze ist dann am Sonntag, den 10. Februar 2019.

Am Sonntag, den 10. Februar 2019, nimmt die Junior Uni Bewerbungen online unter junioruni-wuppertal.de, per Telefon (0202 430 439-0) oder persönlich in der Junior Uni (Am Brögel 31, 42283 Wuppertal) entgegen. Zu folgenden Startzeiten werden die Kurse zur Bewerbung freigeschaltet:
4-6 Jahre und Erstklässler: ab 11 Uhr
7-10 Jahre: ab 12 Uhr
11-14 Jahre und 14-20 Jahre: ab 13 Uhr.

Alle, die die Möglichkeit zur selbstständigen Online-Bewerbung haben, können damit vom geringsten Zeitaufwand ausgehen. Sinnvoll ist es — falls noch nicht vorhanden -, sich im Vorfeld mit einer einmaligen Registrierung auf junioruni-wuppertal.de ein Studenten-Konto anzulegen.

"Ein wesentlicher Aspekt der Lernerlebnisse in der Junior Uni ist es, Dinge selbst zu tun. Egal, ob die Studentinnen und Studenten löten, komponieren, programmieren, konstruieren, ein Experiment aufbauen und durchführen oder ihrer Kreativität im Fachbereich Kunst und Kultur freien Lauf lassen, es kommen oft greifbare Ergebnisse heraus. Das können zum Beispiel Musikstücke, Filme oder Brettspiele sein oder ein selbst konstruierter Roboter und verschiedene Raketenmodelle. Diese prägen das Erlernte wesentlich stärker ein als theoretisch vermitteltes Wissen", erklärt Junior Uni-Geschäftsführerin Dr. Ariane Staab einen der Erfolgsfaktoren der Junior Uni.

Deshalb steht das Sommersemester 2019 ganz im Zeichen der "Produkte", die die Studentinnen und Studenten von vier bis 20 Jahren immer wieder in den Kursen herstellen. Staab: "Höhepunkt wird dabei das erstmals ausgerichtete Forscherforum sein, bei dem am 23. Juni unsere Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie auf einem Marktplatz ihre Forschungsergebnisse, Experimente, Konstruktionen und
Erfindungen der Öffentlichkeit vorstellen können." Dabei sein werden auch einige junge Menschen, die mit der Junior Uni bei einem Forscherwettbewerb im Einsatz waren: beispielsweise die "JUBots", die im Januar das Halbfinale des "First Lego League"-Wettbewerbs erreicht haben.

Fast elf Jahre nach Eröffnung der Junior Uni schlüpft ihr Gründer — Prof. Dr. h.c. Ernst-Andreas Ziegler — in die Rolle des Dozenten: Im Vorfeld der Europawahl im Mai, wenn sich die Parteien wieder verstärkt um die Gunst von Wählerinnen und Wählern bemühen, lädt der Junior Uni-Chef
14-20-jährige Studentinnen und Studenten ein, bei einer Diskussionsrunde strategische und taktische Überlegungen, die das politische Geschehen bestimmen, zu hinterfragen. Auch mit Hetze und Hasspropaganda befassen sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Denn das Schüren von
Feindbildern, das unter anderem in sozialen Medien immer verbreiteter wird, gefährdet die Demokratie. Wie kann man dem begegnen? Und wie schaffen es junge Menschen, sich nicht manipulieren zu lassen? Ernst-Andreas Ziegler, der schon Politikern wie Johannes Rau und Hans-
Dietrich Genscher beratend zur Seite gestanden hat, gibt dabei spannende Einblicke hinter die Kulissen des Politbetriebs.

Der Junior Uni-eigene Wettbewerb für Studentinnen und Studenten zwischen 7 und 14 Jahren geht 2019 in die zweite Runde.

Dr. Annika Spathmann, als wissenschaftliche Fachkoordinatorin verantwortlich für die "Challenge", verrät, was in diesem Jahr das Besondere ist: "Wir verknüpfen diesmal die große Erfindertradition des Bergischen Landes mit unseren Wettbewerbsprojekten. Früher wurden beispielsweise Schmerzmittel, nahtlose Röhren oder auch die Röntgenstrahlen erfunden beziehungsweise entdeckt, heute geben wir unseren Studentinnen und Studenten die Möglichkeit, Projekte bergischer Unternehmen zu bearbeiten. Den Auftakt bei unserer Challenge
macht dabei der Weltmarktführer für Zangen, die Firma Knipex aus Cronenberg."

Die Aufgabe der Junior Uni-Studenteninnen und -Studenten ist es, zusammen mit Auszubildenden von Knipex einen funktionsfähigen Prototypen eines so genannten "Multitools" zu entwickeln und zu konstruieren, also ein Werkzeug, das möglichst viele Funktionen vereint. Teilweise finden die Kurstermine bei Knipex statt, so dass die Challenge-Teilnehmerinnen und —Teilnehmer spannende Einblicke in die Welt der Zangenproduktion erhalten werden. Getüftelt werden kann alleine oder
im Team, in einem eigenen Junior Uni-Kurs oder auch zuhause oder in der Schule. Das Wettbewerbsfinale steigt am 16. Juni in der Junior Uni.