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Ernst-Andreas Ziegler ist wie Rau und Bausch Wuppertaler Ehrenbürger

Festakt in der Stadthalle : Ziegler ist nun wie Rau und Bausch Ehrenbürger

Am 18. November 2019 hatte der Stadtrat einstimmig beschlossen, dem Journalisten Ernst-Andreas Ziegler die Wuppertaler Ehrenbürgerwürde zu verleihen. Die offizielle Feierstunde fand Corona-bedingt erst am Samstag (15. August 2020) in der Historischen Stadthalle auf dem Johannisberg statt.

Ziegler war bis 2003 Leiter des städtischen Presseamtes und stach dabei vor allem durch seine Bemühungen um die Gründung internationaler Städtepartnerschaften zurück. Wuppertals Verbindungen mit Beer Sheva in Israel, Kosice in der Slowakei und Schwerin in der damaligen DDR – beide noch vor dem Mauerfall galten bundesweit als Pionierleistungen. Als Ziegler 2003 in den Ruhestand ging, setzte er mit der Initiative zur Gründung der Junior Uni das überregional wohl spektakulärste Wuppertaler Bürgerschafts-Projekt in die Welt, dessen treibende Kraft er bis heute geblieben ist.

Oberbürgermeister Andreas Mucke und Uni-Rektor Lambert T. Koch würdigten als Laudatoren Zieglers Leistungen als Begründer der „kommunalen Außenpolitik“ und erfindungsreichen Möglichmacher, der mit unvergleichlicher Hartnäckigkeit Ideen umsetzt, die zunächst für unmöglich gehalten werden. Die Wuppertaler Ehrenbürgerwürde ist seit 1945 erst 14 Mal verliehen worden. „EAZ“ steht dank der Auszeichnung jetzt in einer Reihe mit Persönlichkeiten wie Johannes Rau und Pina Bausch.

Ziegler selbst gab sich in seiner Dankesrede gewohnt bescheiden. Die lobenden Worte höre er gern, aber er könne nur zehn Prozent akzeptieren. Der Rest gebühre Vorgesetzten, Kollegen, Freunden, Familie und anderen engagierten Menschen, die ihn unterstützt hätten. Dass der passionierte Langstreckenläufer nach der Ehrung kürzer tritt, glaubt im Übrigen niemand. Andreas Mucke: „Ich wünsche Dir viel Schaffenskraft. Denn ich weiß: Du kannst es nicht lassen!“