Ungestört im Turbogang

Ungestört im Turbogang

Ein Miteinander scheint ohne Aufsicht einer "Trassenpolizei" kaum mehr möglich. Ein Grund liegt wohl darin, dass man den Radfahrern fast doppelt so viel Platz zur Verfügung stellt wie den Fußgängern.

Daraus schließen Radfahrer, dass sie mehr Rechte als andere genießen. Fußgänger haben im Gänsemarsch hintereinander zu gehen. Für unvorhersehbare Schritte zur Seite wird wohl bald ein Bußgeld gefordert werden, und Kinder sollen wohl zur Eindämmung ihres Bewegungsdranges an der kurzen Leine geführt werden.

Wahrscheinlich wäre es besser, wenn Spaziergänger, Familien mit Kindern und Hundebesitzer andere, ungefährlichere Ausflugsziele suchen, wo man nicht Angst haben muss, Radfahrer zu stören. Dann hätten diese die Trasse für sich allein — und könnten ungestört den Turbogang für ihre Rennen auf dem potenziellen Radschnellweg einlegen.

  • : Still und leise abgeschaltet
  • : Passiert ist – nichts
  • : Kräftiger Applaus

Gerd Hoffmann, Hardenbergstraße

(Rundschau Verlagsgesellschaft)