1. Kultur

Wuppertaler Kammerkonzert mit Klarinettenquintetten

„Tal-Musik“ in der Stadthalle : Kammerkonzert mit Klarinettenquintetten

Im 4. Kammerkonzert „Tal-Musik“ des Sinfonieorchesters Wuppertal stehen am Montag (17. April 2023) um 20 Uhr im Mendelssohn Saal der Historischen Stadthalle zwei Werke für Klarinettenquintett im Mittelpunkt: eines von Wolfgang Amadeus Mozart und eines von Johannes Brahms.

Für das Konzert haben sich Sylvester Perschler (Klarinette), Nikolai Mintchev und Iva Miletic (Violine), Florian Glocker (Viola) sowie Hyenwoo Park (Violoncello) aus den Reihen des Sinfonieorchesters zusammengeschlossen.

Beide Komponisten ließen sich von einem berühmten Klarinettisten ihrer Zeit inspirieren: Mozart komponierte sein Klarinettenquintett A-Dur KV 581 im Jahr 1789, nachdem er während einer Aufführung seiner Serenade für Bläser „Gran Partita“ im Wiener Burgtheater auf Anton Stadler aufmerksam geworden war. Dieser galt als einer der besten Klarinettisten seiner Zeit. Neben dem Klarinettenquintett widmete ihm Mozart zuvor auch sein bekanntes Klarinettenkonzert.

Johannes Brahms Klarinettenquintett h-Moll op. 115 ist geprägt von dessen Begeisterung für den damaligen Soloklarinettisten der Meininger Hofkapelle, Richard Mühlenfeld. Dieser war ursprünglich Violinist, hatte sich autodidaktisch das Klarinettenspiel angeeignet und konnte Brahms beeindrucken. Dieser schrieb im Jahr 1891 direkt aus Meiningen an Clara Schumann: „Man kann nicht schöner Klarinette blasen als es der hiesige Mühlfeld tut.“ Anschließend widmete ihm der Komponist sein Quintett in h-Moll.