Damit zeichnet das Ministerium für Kultur und Wissenschaft Städte und Kreise aus, die hervorragende strukturelle Bedingungen schaffen, um Kindern und Jugendlichen einen frühen Zugang zu Kunst und Kultur zu erleichtern.
Wuppertal wurde 2022 erstmals ausgezeichnet. Den Anstoß zum Konzept hatte die Freie Szene im Corona-Lockdown 2021 gegeben. Seither arbeiten Stadt und die Freie Szene eng zusammen, etwa in der „Steuergruppe Kulturelle Bildung“. Gemeinsam wurden Formate wie das Festival der kulturellen Bildung und die „Arbeitsgemeinschaft Junge Perspektiven“ geschaffen. Eingebunden sind weitere Träger wie die Junior Uni, der „KulturKinderGarten“ und das Von-der-Heydt-Museum.
Junge Menschen, die ihre Perspektiven und Wünsche einbringen, sind zentraler Bestandteil des Konzepts: Für eine Filmreihe zur Frage „Warum wir Kunst machen“ wurden 50 künstlerisch aktive Kinder und Jugendliche aus Wuppertal interviewt und gefilmt – vom Theater über Musik bis zu Graffiti und Hip-Hop-Tanz.
Die Jury hat besonders beeindruckt, dass mehrsprachige und inklusive Angebote künftig noch stärker die kulturelle Vielfalt der Stadt spiegeln sollen. Geplant ist zudem die Gründung einer Koordinierungsstelle, um die Projekte noch besser zu vernetzen.
Oberbürgermeisterin Miriam Scherff: „Ich sehe kulturelle Bildung als wesentlichen Baustein im gesamtstädtischen Strategieplan. Deshalb müssen wir schon früh den Zugang zu Kultur und Bildung ermöglichen. In Wuppertal ist es der Arbeitsgruppe Kulturelle Bildung gelungen, in ihrer Kooperation mit Stadt und Freier Szene neue Ansätze zu entwickeln und tragfähige Strukturen zu schaffen. Kinder und Jugendliche werden als Zielgruppe in die Arbeit eingebunden und so direkt angesprochen. Dass wir nun schon zum zweiten Mal für diese Arbeit ausgezeichnet werden, freut mich sehr und macht uns alle sehr stolz!“
Seit 2007 würdigt das Land mit dem Wettbewerb besonderes kommunales Engagement in der kulturellen Bildung. Seither wurden 95 nordrhein-westfälische Städte, Gemeinden und kommunale Verbünde ausgezeichnet.
Insgesamt werden in diesem Jahr neben Wuppertal sieben weitere Preisträger ausgezeichnet. Gefördert werden etwa Konzepte, die durch Vernetzung von Ämtern, freien Künstlerinnen und Künstlern sowie Kultur-, Jugend- und Bildungseinrichtungen an der Qualität ihrer kulturellen Bildungslandschaften arbeiten. Kindern und Jugendlichen soll so dauerhaft der Zugang zur kulturellen Bildung ermöglicht werden.