Der Ort war dabei keineswegs zufällig gewählt: Denn das längst in die Jahre gekommene Café der Feuerwache, das nun wieder als vielseitiger Veranstaltungsraum genutzt werden kann, war mit 100.000 Euro eines der 80 Projekte, die die Jackstädt-Stiftung 2025 unterstützt hat.
Das aus Ex-OB Peter Jung, Michaela Steffen und Dr. Marc Kanzler bestehende Kuratoriums- und Stiftungsvorstands-Trio konnte ein um 300.000 Euro im Vergleich zum Vorjahr gewachsenes Fördervolumen von 3,2 Millionen melden. Und zeigte sich einmal mehr beeindruckt von der Vielzahl und Unterschiedlichkeit der Projekte, wegen derer Jahr für Jahr die Jackstädt-Stiftung angesprochen wird. Michaela Steffen: „Das spiegelt die extrem vielfältige Wuppertaler Kultur- und Soziallandschaft wunderbar wider.“
165 Anträge ans sechsköpfige „Kuratorium Kultur und Soziales“, das viermal pro Jahr tagt, gab es. Die Entscheidungen über 80 Förderzusagen fielen, so Marc Kanzler, „nach tollen Diskussionen“ – und die Hilfe fließt immer schnell sowie unbürokratisch.
Der Bogen all dessen, was von der Stiftung unterstützt wird, spannt sich weit: Die Junior-Uni ist stets mit im Boot, das Von der Heydt-Museum ebenso. Außerdem gab es Geld für das „Visiodrom“ und dessen zukünftiges Ereignis „Urknall Mensch“, das eine faszinierende Reise ins Körperinnere zeigt.
Gefördert wurden beispielsweise die Oper und das Sinfonieorchester, wo auch drei Jackstädt-Stipendiaten aktiv sind, die Wuppertaler Ehrenamts-Agentur „Zentrum für gute Taten“, die Kurrende, die Literatur-Biennale, die Musik-Reihe „Liedertal“, die evangelische Gemeinde Langerfeld – und, und, und ...
500 Euro ist die kleinste Summe, die das Kuratorium für ein Projekt vergeben hat. „Und doch“, so Michaela Steffen, Peter Jung und Marc Kanzler unisono, „alles, was an uns herangetragen wird, ist für sich sowie für das Ganze, das Wuppertal ausmacht, wichtig“.
Nicht unerwähnt blieb, dass die Stiftung erstmalig eine 100.000-Euro-Erbschaft erhielt – und damit eine fünfteilige Reihe von Projekten förderte, die sich nur an Seniorinnen und Senioren wendete. Wie der letzte Wille der Erblasserin es vorgegeben hatte.
Michaela Steffen fand bei der Bilanzpräsentation ein schönes Bild für das Spektrum der Hilfe: „Wir fördern Flüchtiges und Bleibendes. Die Bandbreite reicht von Veranstaltungen, die nur einmal stattfinden, bis hin zu langfristig existierenden Einrichtungen.“
Besonders interessant: „Es gibt immer wieder neue Antragsteller mit neuen Ideen“, so Peter Jung. „Das freut uns, und wir laden herzlich dazu ein, sich bei uns zu melden.“