1. Chronik

Wuppertals Chronik 2018: U wie unser Friedrich

Wuppertals Chronik 2018 : U wie unser Friedrich

Dass Stadt und Stadtgesellschaft in Sachen des 200. Geburtstages von Friedrich Engels im Jahr 2020 schon richtig unter Strom stünden — das konnte man zu Beginn von 2018 nicht behaupten.

Immerhin — es gab 'nen Arbeitskreis: Unter Leitung der beiden Engels-Jahr-Kuratoren Rainer Lucas und Hans-Dieter Westhoff, die Ende 2017 überraschend als Köpfe fürs Engels-Jahr vorgestellt worden waren. Am 6. Februar trafen sich zahlreiche Menschen aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur im Historischen Zentrum zur Auftaktveranstaltung für die Programmfindungsphase. Ziel: Das Label "Engels 2020" mit Inhalten und Aktionen zu füllen.

Gegründet wurde ein entsprechender Verein, bezogen wurde ein Büro im Elberfelder Rathaus — und für Werbung, Information und Kommunikation ging die Homepage www.engels2020.de online. Fünf Workshops zu verschiedenen Facetten von Friedrich Engels und wie man ihn 2020 feiert, liefen übers Jahr — der letzte Anfang Juni.

Bis zum 1. Oktober konnten alle Wuppertaler Projekt-Ideen oder Veranstaltungen zum Thema Engels anmelden: 16 große und 60 kleinere Aktionen wird es 2020 geben — beispielsweise eine große Engels-Ausstellung in der Barmer Kunsthalle, die dank 1,1 Millionen Euro Bundesgeld möglich werden wird, außerdem ein Geschichts- und Kulturfest im Engelsgarten. Im Boot sind zahlreiche Institutionen, Organisationen, Vereine und Privatpersonen aus Wissenschaft, Weiterbildung, Kultur oder auch Wirtschaft.

  • Wuppertals Chronik 2018 : T wie tiefer Einschnitt
  • Wuppertals Chronik 2018 : S wie Stinkbombe
  • Wuppertals Chronik 2018 : R wie Riesenschreck

Startschuss ist ein Auftaktfest am 28. November 2019, Höhepunkt die Engels-Geburtstagsfeier am 28. November 2020 in der Stadthalle. Dann sollen auch Engels-Haus und Museum für Frühindustrialisierung fertig renoviert sein. Ein Motto und ein Logo brachte das Jahr 2018 übrigens auch schon: "Denker, Macher, Wuppertaler" — unter diesem Label sollen die Wuppertaler ihren Friedrich Engels erleben, (neu) kennenlernen, und möglichst viele (zahlungs- und übernachtungsfreudige) Engels-Gäste aus aller Welt begrüßen.