Wuppertals Chronik 2018: L wie lahm gelegt

Wuppertals Chronik 2018: L wie lahm gelegt

Mit einem defekten Rolltor und diversen Weichenstörungen fing das Jahr für die Schwebebahn an — mit einem großen Knall und schließlich der kompletten, temporären Stilllegung hörte es auf.

Schuld daran war eine lockere Stromschiene, die am 18. November vom Gerüst der Schwebebahn herunter und auf das Heck eines Cabrios fiel. Seitdem fährt die Bahn nicht mehr, und das wohl noch für eine ganze Weile. Warum sich zwei voneinander unabhängige Segmente der Stromschiene vom Gerüst lösten und schließlich zu großen Teilen in der Wupper und zu kleinen Teilen auf dem Heck des Cabrios landeten, ist bisher nicht geklärt.

Zwei gute Nachrichten gab es aber trotzdem in diesem verhängnisvollen Jahr: Mitte Oktober traf endlich wieder eine Bahn der neuen Generation aus Valencia in Wuppertal ein, und seit Ende der Sommerferien sind die Bahnen auch wieder mit 40 km/h anstatt den bis dahin vorgeschriebenen 30 km/h unterwegs. Die Installation der neuen Bahnen wurde gestoppt und die Geschwindigkeit gedrosselt, nachdem im Jahr 2016 eine der neuen Bahnen in voller Fahrt einen Pfeiler des Gerüsts touchiert hatte.

Ursprünglich sollten ab November 2018 im Zwei-Wochen-Rhythmus wieder neue Bahnen ans Gerüst gehängt werden, im Frühjahr 2019 hätten sich die Wuppertaler schließlich von den alten Schwebebahnen verabschieden müssen. Das wird sich jetzt wohl doch noch etwas länger verzögern. (flo)

Ein Wunder, dass nicht mehr passierte: Der Fahrer dieses Sportcoupés kam mit dem Schrecken davon, als ein tonnenschweres Kabel sein an der Ampel wartendes Auto traf.Foto: Petersen

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