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Wuppertaler CDU-Chef Rolf Köster warnt vor „Vertrauensverlust“

Lokalpolitik : CDU-Chef warnt vor „Vertrauensverlust“

Rolf Köster, Kreisvorsitzende der Wuppertaler CDU, warnt vor einem schleichenden Vertrauensverlust in die Politik. Der könne möglicherweise „verheerende“ Folgen für die Kommunalwahl haben.

„Nach zahlreichen Meldungen von Bürgerinnen und Bürgern und Auswertung der zwischenzeitlich veröffentlichten Leserbriefe und Kommentare in den Print- und Online-Medien breitet sich nach unseren Erkenntnissen eine besorgniserregende Stimmung aus, die man nur mit ‚Vertrauensverlust in die Politik der Stadt‘ bezeichnen kann“, so Köster. „So gut wie die Arbeit des Krisenstabes zur Bewältigung der Corona-Krise allgemein beurteilt wird, so schlecht ist das Ansehen und das Vertrauen in die Managementkompetenz der Stadt bei großen Vorhaben. Pleiten, Pech und Schlamperei gehen hier nach Ansicht der Bürger ineinander über. Die Bürger sind verunsichert und glauben nicht, dass die Stadtspitze dies ausreichend im Griff hat.“

Neben den „jetzt bekannt gewordenen Skandalen um die Mauer am Döppersberg, dem Gebäude am Klingelholl oder den Reifen der Schwebebahn“ würden auch die „zu spät entdeckten Millionen Fehlbeträge bei den Wuppertaler Bühnen oder die Fehlgriffe bei der Besetzung von Leitungsposten der städtischen Institutionen, etwa beim Pina Bausch Tanztheater, immer wieder genannt“, erklärt der CDU-Vorsitzende. „Ich sehe die Gefahr, dass der Bürger sich weiter von der Politik abwendet oder nach einfachen Antworten sucht und solche Parteien stärkt, die vorgaukeln, für komplexe Probleme einfache Antworten zu haben.“

Es sei deswegen „Aufgabe aller politischen Parteien, auch im Wahlkampf, Führungskompetenz zu zeigen und ein Risikomanagement zur Fehlerkennung anzubieten und Strukturen für eine Fehlervermeidung vorzulegen, damit wir nicht immer den Fehlern hinterherlaufen“. Die Politik sei gefragt, „da ein schleichender vertrauensvolles Verlust in die Politik unserer Stadt erheblich schaden kann“.

Der Wuppertaler CDU-Vorsitzende Dr. Rolf Köster. Foto: Bettina Osswald