Nach zwei Anläufen soll Wuppertal eine Katzenschutzsatzung bekommen

Tiere : Wuppertaler Katzenschutzsatzung ist auf dem Weg

FDP und Grüne in Wuppertal sprechen sich in einem gemeinsamen Antrag für eine Katzenschutzsatzung aus. Zeitgleich hat die Verwaltung einen Vorschlag für eine entsprechende Verordnung vorgelegt. In Wuppertal gibt es nach einer Schätzung des Katzenschutzbundes mehr als 10.000 frei lebende Tiere, die im Durchschnitt zwei Mal jährlich drei bis vier Junge zur Welt bringen.

Die Katzenschutzverordnung soll Besitzern vorschreiben, ihre frei laufenden Tiere registrieren und kastrieren zu lassen. Dadurch solle die Zahl der draußen lebenden Katzen reduziert und der Leidensdruck der Tiere verringert werden, heißt es

Karin van der Most (FDP), Vorsitzende des Ausschuss für Ordnung, Sicherheit und Sauberkeit: „Dass die Verwaltung so schnell auf einen noch nicht beschlossenen Fraktionsantrag mit einer Vorlage für eine Verordnung reagiert, ist schon bemerkenswert und hängt sicher damit zusammen, dass die Städte Remscheid und Solingen in diesem Jahr bereits ebenfalls Katzenschutzverordnungen beschlossen haben. Das zuständige Bergische Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt hatte bereits im vergangenen Jahr auf das Problem aufmerksam gemacht und an die Kommunen im Bergischen Städtedreieck appelliert, entsprechende Verordnungen zum Schutz von wildlebenden Katzen zu erlassen. Entsprechende Maßnahmen haben die Städte aber bislang nicht eingeleitet. Es wäre sinnvoll, jetzt mit Remscheid und Solingen gemeinsam eine solche Verordnung auf den Weg zu bringen.“

Die FDP-Politikerin: „Immer wieder gibt es Katzenbesitzer, die ihre Tiere laufen lassen, ohne sich darum zu kümmern, ob die Freigänger Nachwuchs zeugen. Eine Katze kann pro Jahr bis zu 20 Jungtiere zur Welt bringen. Offizielle Zahlen, wie viele freilaufende oder wildlebende Katzen es in Wuppertal gibt, liegen uns nicht vor. Wir stellen aber fest, dass die Zahl der auf der Straße lebenden Katzen in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen hat. Der Erlass einer Katzenschutzverordnung ist deshalb für Wuppertal überfällig.“

Paul Yves Ramette, tierschutzpolitischer Sprecher der Grünen: „Wir setzen uns für eine Katzenschutzverordnung ein, weil frei lebende Katzen oft für ihre Jungen nicht genügend Nahrung finden. Es ist schwer erträglich zu wissen, dass Tiere ausgesetzt werden oder im schlimmsten Fall wie Abfall weggeworfen werden, in Kartons, Plastiktüten oder einfach im Mülleimer entsorgt werden. Das wollen wir dringend ändern.“

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