Morgens war den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zu ihrer großen Überraschung aufgefallen, dass sich das Männchen nicht mehr in seiner Anlage aufhielt. Umgehend wurde die Suche gestartet. Erleichtert wurde die „Fahndung“ durch die Pfotenspuren, die sich im Schnee abgezeichnet hatten.
Sie führten zur Anlage „Rivers of Sulawesi“, die sich noch im Bau befindet. „Dort hatte er es sich auf einem Baum, direkt oberhalb eines Bambusbusches, gemütlich gemacht und schlief friedlich“, heißt es aus dem Zoo.
Ganz so einfach, den Roten Panda wieder einzufangen, war es aber nicht. Ein erster Versuch wurde mit Einbruch der Dunkelheit abgebrochen, weiter sollte es am nächsten Tag gehen. Das war dann aber nicht mehr notwendig, die Überraschung aber umso größer: „,Liam‘ saß wieder wohlbehalten in seiner eigenen Anlage. Er war selbstständig dorthin zurückgekehrt. Zuhause ist es eben doch am schönsten!“
Der Zoo geht davon aus, dass der Rote Panda über „die durch Schneelast geknickten Äste von Bäumen und Büschen“ ausgebüxt war – und später auf demselben Weg die Heimreise angetreten hatte.
„Sorgen um seine Versorgung musste sich niemand machen: Da sich Rote Pandas überwiegend von Bambus ernähren und dieser im Zoo reichlich wächst, war für ausreichend Futter gesorgt. Auch der Schnee stellte kein Problem dar, da Rote Pandas ursprünglich aus dem Himalaya stammen und dank ihres dichten Fells perfekt an die Kälte angepasst sind“, erklärt der Tierpark.
Die Anlage „Rivers of Sulawesi“ soll übrigens im Laufe des Jahres eingeweiht werden. Sie ist für die Sulawesi-Hirscheber und Kurzkrallenotter geplant. Ob sie dann wieder Gäste aufnehmen, wird sich zeigen …