Unmittelbar nach dem Ende des Stoffmarktes auf dem Laurentiusplatz suchten sie den Boden in mühsamer Kleinarbeit nach zurückgelassenen Fäden und Schnüren ab. Was für Marktbesucherinnen und -besucher wie harmloser Abfall wirkt, stellt für Stadttauben eine lebensbedrohliche Gefahr dar.
„Herumliegende Fäden sind unsichtbare Fallen“, so die Mitglieder des Vereins. „Die dünnen Fäden wickeln sich unbemerkt um die Zehen und Füße der Vögel. Da Tauben diese nicht selbstständig entfernen können, schnüren die Fäden bei jeder Bewegung die Blutzufuhr ab. Die Folgen sind grausam: schmerzhafte Entzündungen, abgestorbene Zehen und langwierige Amputationen, die das Überleben der Tiere in der Stadt gefährden.“
Trotz der niedrigen Temperaturen widmeten die Freiwilligen ihren Feierabend der Prävention. Ziel der Aktion war es, „das Elend zu verhindern“, bevor es entsteht. „Durch das systematische Aufsammeln direkt nach Marktende konnten wir zahlreiche Gefahrenquellen beseitigen und den Platz für die Tiere wieder sicher machen“, so das Resümee der Gruppe.
Die Tierschützerinnen und Tierschützer hoffen zudem auf eine Sensibilisierung der Marktbesucherinnen und -besucher sowie Händlerinnen und Händler, um künftig noch weniger Abfall dieser Art auf den Flächen zu hinterlassen.