Im Namen des Herrn

Der brasilianische Profi-Fußballer Elmo Rodrigues verbindet Fußball mit dem Glauben. Im Trainingscamp "Bola Brazil" stärkt er die Persönlichkeiten junger Menschen.

Elmo Rodrigues spielte in der 2. brasilianischen Liga als Profi. Vor viereinhalb Jahren kam der 1,92 Meter große Mittelfeldspieler nach Deutschland. Nicht um wie viele seiner Landsleute Geld als Fußballprofi zu verdienen, sondern um Menschen in ihrem christlichen Glauben in der "Diaspora" Deutschland zu stärken.

Dies verbindet der inzwischen seit drei Jahren in Oberbarmen beheimatete Brasilianer mit dem Fußball. "Bola Brasil" hieß das einwöchige Trainingscamp, zu dem der TSV Grün-Weiß die Sportanlage im Höfen den Organisatoren der Christus Gemeinde Wuppertal und dem CVJM Oberbarmen zur Verfügung gestellt hatte.

Für 65 Kinder — auch fünf Mädchen — war es eine erlebnisreiche sportliche Woche. Elmo Rodrigues, der von 15 Helfern unterstützt wurde, zog eine positive Bilanz. "Unser Ziel ist es, die Persönlichkeit der jungen Menschen zu stärken und auch christliche Lebenswerte zu vermitteln." Dazu nutzt der sympathische Brasilianer in den Spielpausen. "Dann erzähle ich positive Erlebnisse und Geschichten aus meiner Heimat."

Elmo Rodrigues ist nicht wie viele brasilianische Fußballprofis in den Favelas aufgewachsen. Durch seinen christlichen Glauben sieht er seine Aufgaben und Hilfen vor allem bei jungen Menschen, die sozial benachteiligt sind. Die Deutschland-Mission gedenkt der Fußball-Missionar vorläufig noch nicht zu beenden.

Im Januar hat er in Brasilien seine hübsche Frau Erika, eine Juristin, geheiratet und sie mit nach Wuppertal gebracht. Auch Erika Rodrigues stand in Höfen auf dem Fußballplatz. Mangels Sprachkenntnissen war ihr Engagement jedoch eingeschränkt. "Das werde ich durch das Erlernen der deutschen Sprache ändern." Der tägliche familiäre Unterricht beim Ehemann dürfte dies erleichtern.

(Rundschau Verlagsgesellschaft)
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