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Wuppertaler Freibäder hoffen auf „Feuerwehrtopf“

Ronsdorf / Vohwinkel / Eckbusch : Freibäder hoffen auf „Feuerwehrtopf“

„Mit großer Freude“ haben die Vorstände der Bäder Eckbusch, Vohwinkel und Ronsdorf den Haushaltsantrag von CDU, Grünen und Freien Wählern für den Sportausschuss zur Kenntnis genommen. Er sieht im Rahmen eines „Feuerwehrtopfes“ Gelder in Höhe von jeweils 60.000 Euro für die Jahre 2020/2021 vor. Damit sollen die ehemals städtischen Bäder dringende Notfallsanierungen vornehmen können.

„Wir begrüßen ausdrücklich, dass hiermit ein finanzielles Netz aufgespannt werden soll, um die Arbeit von uns Ehrenamtlichen zu unterstützen. Denn dieses Geld wird angesichts alter Technik von Jahr zu Jahr dringender benötigt“, so Margit Deniers-Schlägel, 1. Vorsitzende des Fördervereins Bandwirker-Bad in Ronsdorf. Alle Vereine hätten das Geld bereits in diesem Jahr gut für die Sanierungen gebrauchen können.

Im Freibad Vohwinkel musste Anfang des Jahres für knapp 40.000 Euro die Filteranlage saniert werden, vor einer noch größeren Herausforderung steht momentan das Freibad Eckbusch. Hier müssen rund 100.000 Euro für die Sanierung der Filteranlage und eines defekten Wasserrohrs aufgewendet werden. Im Bandwirker-Bad wurden erst vor kurzem 20.000 Euro zur Instandsetzung von Abschnitten des Beckens fällig. „Die Bereitstellung eines Feuerwehrtopfes löst sicherlich nicht alle finanziellen Probleme, die der ehrenamtliche Betrieb eines Bades mit sich bringt, sie ist aber ein erster, wichtiger Schritt zur dauerhaften Sicherung der Bäder als Teil der kommunalen Daseinsfürsorge und sozialer Treffpunkte in den Stadtteilen. Über diese Anerkennung unserer Arbeit freuen wir uns sehr!“, erklärt Birgit Ansorg, Vorsitzende des Fördervereins Freibad Eckbusch.

Stephan Pott, Vorsitzender des Fördervereins Freibad Vohwinkel: „Wir möchten lediglich einen Verbesserungsvorschlag in die Diskussion einbringen: Wir schlagen vor, den Antragstext dahingehend zu ändern, dass nicht mehr von ,privaten Bädern’, sondern von ,an Betreibergesellschaften verpachtete Bäder’ die Rede ist, um Subventionen für tatsächliche private Bäder im engeren Sinne auszuschließen.“

Die drei Ehrenamtlerinnen und Ehrenamtler fordern die anderen demokratischen Fraktionen im Stadtrat auf, dem Haushaltsantrag von CDU, Grünen und Freien Wählern zu folgen und die Bereitstellung der finanziellen Mittel zu ermöglichen: „Wir haben der Stadt Wuppertal durch unser Engagement seit langen Jahren erhebliche finanzielle Mittel eingespart und zeitgleich zum Erhalt der Lebensqualität in unseren Stadtteilen beigetragen. Nun hoffen wir, dass im Rat Konsens darüber hergestellt werden kann, den Bäderbetrieb mit öffentlichen Mitteln abzusichern.“