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WSV-Coach Bieler: „Einstellung und Mentalität stimmten“

Fußball-Regionalliga: 7:1 beim HSC Hannover : WSV-Coach Bieler: „Einstellung und Mentalität stimmten“

Mit einem 7:1 (4:1)-Erfolg beim Nord-Regionalligisten Hannoverscher SC hat der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV die Testspielserie abgeschlossen. Sehr zur Freude von Interimscoach Pascal Bieler, der nun auf das Auftaktmatch beim BVB II schaut.

Dass das in der Vorrunde nicht gerade als Torproduktion bekannte Team gleich sieben Treffer erzielte, analysierte Bieler so: „So ein Testspiel nimmt manchmal ein paar Züge an … Ausschlaggebend war die erste Halbzeit. Wir haben am Freitag im Training die Ideen kurz angerissen. Mit dem Ball sah es teilweise ganz gut aus, da waren ein paar schöne Angriffe dabei. Vor dem 0:1 aus einem Standard, den wir besser verteidigen müssen, hätten wir schon selber zwei, drei Tore machen können. Die Chancenverwertung war bis dahin mangelhaft. Mit dem Gegentor kommt aber eine gute Reaktion. Wir haben zur Halbzeit das Spiel praktisch schon entschieden.“

Dass der zweite Durchgang etwas holperiger verlief, ist auch seiner Sicht normal: „Es ist schwer, auch bei der Witterung, es seriös runterzuspielen. Das hat uns ein bisschen gefehlt. Vorne hatten wir weiter gute Aktionen, hinten haben wir etwas die Kompaktheit vermissen lassen und das Nachschieben, damit wir die Räume eng und kompakt halten. Für einen Test eine Woche vor dem Start hat es die Mannschaft, auf die viel eingeprasselt ist, sehr, sehr gut gemacht. Sie hat jedem, der heute nach Hannover gekommen ist und dem WSV die Daumen gedrückt hat, Spaß gemacht.“

Nach dem 2:0 den Cronenberger SC, dem 2:2 in Vohwinkel und dem 1:0 in Hilden erhofft sich Bieler eine Initialzündung: „Ich finde es wichtig, dass wir das Spiel gewonnen haben – für uns, für Gianluca, der vier Tore macht, für Marwin, der sein erstes Tor (als fest verpflichteter Spieler, Anm. der Red.) erzielt hat. Ich hätte es auch Victor Maier und Mike Osenberg gegönnt, damit jeder etwas Positives aus dem Spiel herausnimmt. Da ist mir die Stärke des Gegners egal. Der hat in der zweiten Halbzeit umgestellt und uns das Leben schwerer gemacht, der hat dagegengehalten und uns gefordert hat. Wenn das Toreschießen in der Hinrunde ein kleines Manko war, haben wir das geübt.“

Marwin Studtrucker nach der Vertragsunterzeichnung mit dem Vorstadssprecher Alexander Eichner. Foto: WSV/WSW

Und weiter: „Natürlich ist so ein Spiel nicht zu vergleichen mit einem Regionalligaspiel bei uns. Aber auf einem kleinen, engen Kunstrasen muss man sich erst einmal so viele Chancen rausspielen. Hilden hatte vielleicht eine andere Motivation gegen uns. Hannover hat viele Unentschieden geholt in der Liga, kann unangenehm sein, aber wir haben es gut gemacht. Wir haben dem HSC den Zahn gezogen. Die Einstellung und Mentalität stimmte. Es war von Anfang an viel los auf dem Platz, die Jungs waren aggressiv. Zum Teil musste man einen Gang rausnehmen.“

Dem Punkteduell am kommenden Samstag (25. Januar, 14 Uhr) im Stadion Rote Erde sieht er mit Freude entgegen: „Ob ich in Dortmund an der Seitenlinie stehe, ist egal. Hauptsache, wir spielen so schön wie in Hannover. Grundsätzlich mache das gerne. Mir macht alles Spaß beim WSV. Ich mache es gerne, sonst würde ich es nicht übernehmen. Ich bin seit drei Jahren mit der U19 und der ersten Mannschaft integriert. Ich hatte Freitag einen schönen Abend in Oberhausen (4:0 im Testspiel der U19, Anm. der Red,) und am Samstag in Hannover. Da fährt man gerne auch etwas länger.“